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Projektleiter Raphael Bohle und Energieberater Frank Eckert vor dem sanierten Gebäude an der Albert-Schweitzer-Straße.

Wohnen

75 günstige Wohnungen als Ziel in Friedrichsdorf

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Zum Teil wird schon gebaut, zum Teil laufen noch die Planungen. Parallel dazu saniert die Stadt ihre vorhandenen Liegenschaften.

Den Bau von 75 neuen, günstigen Wohnungen hat sich die Koalition aus Freien Wählern, Grünen und SPD in Friedrichsdorf vorgenommen. Was die Planung angehe, sei man „dem Ziel nahe“, teilt Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne) mit. Skeptisch ist er allerdings, ob alle Gebäude bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 auch tatsächlich stehen. Förderrichtlinien und Verhandlungen mit Wohnungsbaugesellschaften gestalteten sich leider „hochkompliziert“. Die Stadt möchte nur wenige der Wohnungen in Eigenregie errichten, für den Großteil sucht sie Partner und Investoren. Ziel sind Mietpreise von unter neun Euro.

Alte Grenzstraße 11-13:Hier möchte die Stadt selbst sechs Wohnungen in direkter Nachbarschaft zu einem bereits vorhandenen Objekt errichten. Das Projekt ist von allen Vorhaben am weitesten gediehen. „Wir wollen noch in diesem Jahr anfangen zu bauen“, kündigt der Bürgermeister an. Aktuell sei man in finalen Gesprächen mit der Förderbank.

Dreieichstraße:Für den Bau von 21 Wohneinheiten auf einem städtischen Grundstück hatte die Stadt ein Vergabeverfahren ausgeschrieben. Man habe auch bereits eine Wohnungsbaugesellschaft ausgeguckt, teilt Horst Burghardt mit. Allerdings seien noch abschließende Gespräche nötig.

Ökosiedlung:Auf dem sieben Hektar großen Areal baut die Frank-Gruppe aus Hamburg bereits 160 Ein- und Mehrfamilienhäuser mit 350 Wohneinheiten. 25 davon entstehen als öffentlich geförderte Seniorenwohnungen. Die Stadt beteiligt sich daran mit 250 000 Euro – auch um Fördermittel zu sichern. Für die Seniorenwohnungen, die im kommenden Jahr fertig sein sollen, erhält Friedrichsdorf für 20 Jahre das Belegungsrecht.

Berliner Straße:Bis zu 30 Wohneinheiten könnten nach den Vorstellungen der Stadt anstelle des Restaurants Stadt Berlin und des benachbarten Parkplatzes entstehen. Vergeben werden soll das Projekt ebenfalls an eine Wohnungsbaugesellschaft. Derzeit werde dazu eine Machbarkeitsstudie erstellt, sagt Rathauschef Burghardt. Er rechnet damit, dass er sie in der April-Sitzung dem Parlament vorlegen kann. Gegen eine Bebauung des Parkplatzes hat sich bereits Protest von Anwohnern geregt.

Zurückgestellt ist das Vorhaben, am oberen Ende der Oberen Römerhofstraße 16 Sozialwohnungen zu errichten. Es handele sich „um ein sehr schwieriges Grundstück“, erklärt Horst Burghardt.

Derweil ist die Stadt zudem dabei, ihren eigenen Wohnungsbestand energetisch zu sanieren. Jüngst wurden die Arbeiten an dem Mehrfamilienhaus in der Albert-Schweitzer-Straße 19/21 abgeschlossen. Durch Wärmedämmung und neue Fenster sei der Energiebedarf in dem 1964 errichteten Gebäude bereits um 50 Prozent gesenkt worden, erläuterte Projektleiter Raphael Bohle. Im kommenden Jahr sollen die elf Wohnungen zudem noch eine neue Heizungsanlage erhalten.

Der Stadt Friedrichsdorf gehören insgesamt 256 Wohneinheiten, die sie allesamt zu Sozialwohnungs-Konditionen vermietet, obwohl der Großteil bereits aus der öffentlichen Förderung herausgefallen ist.

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