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Tag der Freude und des Schweißes

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Der Grundstein ist gelegt. Der Hochtauskreis verbuddelt ab sofort 57 Millionen Euro für seine zweitgrößte Schule, das Gymnasium Oberursel.

Rund 250 verschwitzte und dementsprechend durstige Gäste waren gestern am Nachmittag Zeugen, wie Vertreter von Stadt und Kreis, Schule und Schulamt, Architekturbüro und Generalunternehmen den Grundstein für den Gymnasiumsneubau knapp zehn Meter unter Normalnull versenkt haben. Sie mussten lange im eigens aufgebauten Festzelt ohne Getränke ausharren, ehe der Anlass des Treffens auf der Baustelle an der Zeppelinstraße zelebriert wurde.

Rund 57 Millionen Euro werden im "Herzen der Stadt" (Landrat Ulrich Krebs) im Boden versenkt und in den Himmel gebaut, um Oberursels Ruf als Stadt der Schulen weiter zu untermauern. Das zweitgrößte Projekt im hunderte Millionen schweren Schulbauprogramm des Kreises nach der Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf, finanziert unter anderem durch 17 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm des Landes. "Ein Tag der Freude,ein Tag zum Feiern", befand daher Bürgermeister Hans-Georg Brum, einer von sieben Festrednern. Das zentrale Motiv sei verwirklicht, die Schule trotz ihrer Größe mit zurzeit knapp 1600 Schülern in der Stadt zu halten.

Das lange Rede-Vorspiel wurde belebt durch einen getragenen Hymnus des gymnasialen Cello-Ensembles. Das Publikum erfuhr auch, dass Schulleiter Wolfgang Köhler die 45000-Kubikmeter-Baugrube eines Morgens um sieben als "wunderbar und enorm" empfunden hat. Und dass es für Landrat Krebs eine schöne Abwechslung im Alltag war, als er seinerzeit beim ersten Spatenstich einen Bagger bedienen durfte.

Wo gestern der Grundstein gelegt wurde, wird ab 2012 unterirdisch Sport getrieben. Dann sollen wieder alle Gymnasiasten unter einem Dach vereint sein, die wegen der Bauarbeiten aktuell an drei Standorten unterrichtet werden müssen. "Das Schulbauprogramm ist trotz der finanziellen Belastung alternativlos, für den Kreis und für die Entwicklung der Stadt", sagte Krebs. Oberursel wird am Ende schulisch runderneuert sein. Nach den bereits vollendeten Grundschulen folgen noch die Erweiterung der IGS Stierstadt und der Neubau eines Campus für die berufliche Feldbergschule neben der EKS. (jüs)

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