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Freie Wähler werben um Frauen

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Die Friedrichsdorfer Wählergemeinschaft (FWG) setzt auf Kontinuität. Auf den ersten zehn Plätzen ihrer Kommunalwahlliste kandidieren acht Männer und Frauen, die bereits der jetzigen Fraktion angehören.

Von Anton J. Seib

Neu im Vorderfeld konnten sich bei der Listenwahl in der jüngsten Mitgliederversammlung lediglich Martina Knapp und Christian Kempf platzieren.

Die Versammlung war gut besucht, 40 der 65 Mitglieder waren gekommen. Vorsitzender Reinhold Bingenheimer bedauerte aber, dass sich immer weniger junge Leute in der Kommunalpolitik engagierten. Deshalb will sich die FWG künftig stärker um Mitgliederwerbung und -betreuung kümmern. Neben jungen Leuten seien derzeit vor allem Frauen „deutlich unterrepräsentiert“, so Bingenheimer. Zum Beleg: Auf der 42 Namen umfassenden Liste stehen lediglich sieben Frauen.

Knapp: „Große Politik“

In einem Rückblick auf die zu Ende gehende Legislaturperiode sprach Fraktionschef Michael Knapp von einer guten Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner CDU. Die Freien Wähler seien „stets verlässlicher und antreibender Partner“ gewesen. Trotz schwieriger Zeiten habe es die Koalition geschafft, „große Politik“ zu machen. Knapp stellte eine Liste jener Projekte zusammen, die die FWG „maßgeblich forciert“ habe. Dazu zählte er das neue Einkaufszentrum auf dem Milupa-Gelände. Trotz der Risiken stehe seine Fraktion aber geschlossen zu den bekannten Plänen. Als weiteres Vorhaben nannte Knapp die Neuordnung des innerstädtischen Verkehrs mit dem „größten Puzzle-Stück“, dem Südabschnitt der Entlastungsstraße.

Michael Knapp forderte weiterhin eine „gerechte und maßvolle „Konsolidierung der städtischen Finanzen“. Details dazu werde die FWG in ihrem Wahlprogramm benennen, kündigte der Fraktionschef an.

Die FWG erzielte 2006 bei der Kommunalwahl 15,9 Prozent der Stimmen und wurde damit hinter der CDU (37,1 Prozent) SPD (19,9 Prozent) und den Grünen (15,9 Prozent) viertstärkste Kraft im Stadtparlament. Kurz nach der Wahl kündigte die Wählervereinigung die langjährige Koalition mit SPD und Grünen auf und bildete mit der Union eine neue Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung.

Auf den ersten zehn Plätzen der Friedrichsdorfer FWG kandidieren Karl-Günther Petry, Michael Knapp, Reinhold Bingenheimer, Jürgen Schuck, Renzo Sechi, Horst Denfeld, Philipp Kielbassa, Martina Knapp, Christian Kempf und Winfried Maurer.

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