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Im Freibad bleibt der Ansturm aus

Hochtaunus Wechselhafter Sommer macht Betreibern etwas Sorgen / Verlustgeschäft

Von FRANZISKA SCHWEITZER

Gestern im Freibad: Morgens scheint die Sonne; Kinder und Erwachsene streben in die Becken. Gegen Mittag trübt es sich ein, dann fallen Tropfen. Die Menschen packen ihre Badesachen und gehen. Der wechselhafte Sommer sorgt für ein ruhiges Geschäft in den Hochtaunus-Freibädern. Bis jetzt kamen zwar mehr Gäste als 2007, aber weniger als von den Betreibern erhofft.

Das liegt am Verzögerungs-Effekt, meint Schwimmmeister Oliver Rühl im Freibad Schmitten: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Besucher, wenn das Wetter schön ist, erst am dritten Tag heranströmen." Und dann kommt bereits die nächste Kaltfront. In Schmitten waren im vergangenen Jahr rund 10 100 Besucher bis zum 28. Juli im Freibad. In diesem Jahr kamen etwa 11 300, circa zehn Prozent mehr.

Auch Stephan Horz aus dem Freibad Kronberg sieht den Sommer kritisch: "Er scheint erst in Fahrt zu kommen, wenn die Kinder schon wieder in die Schule müssen. Das ist für uns eher ungünstig." Darin sieht Torsten Flechtner, Schwimmmeister im Friedrichsdorfer Freibad, kein Problem. "Im Gegenteil, wir hoffen auf die Schulkinder, die nach der Schule ausspannen wollen." Die Philipp-Reis-Schule liegt gleich nebenan. "Mit dem bisherigen Sommer sind wir allerdings noch nicht so glücklich. Er startete zwar ganz gut, aber durch das wechselhafte Wetter kommen die Leute nicht so richtig in Badelaune". Das Freibad in Friedrichsdorf zählte vom vorigen Freitag bis Sonntag rund 4600 Besucher.

Glücklich mit Dach

Glücklich sind die, die ein Dach über dem Kopf haben. Gerd Buschendorf, Leiter des Seedammbades in Bad Homburg, sagt: "Wir haben keinen Abfall der Besucherzahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr. Die Besucher nutzen bei schlechtem Wetter einfach die überdachte Anlage." Im ersten Halbjahr 2007 zählte das Seedammbad rund 205 000 Besucher - dieses Jahr kamen schon etwa 217 000 Menschen. Auch das Oberurseler Freibad hatte 2007 ein schlechtes Jahr. Bis Mitte August zählte der Stadtwerke-Chef Jürgen Funke damals 40 000 erwachsene Besucher und 20 000 Jugendliche, die Einzelkarten kauften. Ferner 10 000 Zehnerkarten- und 530 Dauerkarten-Inhaber. "Jetzt liegen wir leicht darüber" so Funke. "Ich habe Hoffnung, dass der Sommer noch etwas wird."

Doch egal, wie lange die Sonne noch über dem Hochtaunus strahlt - der Freibadbetrieb ist häufig ein Verlustgeschäft: Im "Supersommer" 2003 erwirtschaftete das Oberurseler Freibad 240 000 Euro aus Eintrittsgeldern. Die Kosten lagen dagegen bei 516 000 Euro.

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