+
Die neuen Feldberg-Gastronomen: Hedmar Schlosser (rechts) und Sohn Max.

Hochtaunus

Foodtruck auf dem Feldberggipfel

  • schließen

Der Feldberghof ist geschlossen und wird saniert. Doch niemand muss den Großen Feldberg hungrig und durstig verlassen.

Der Feldberghof bleibt bis auf weiteres wegen Sanierung geschlossen. Noch sei nicht klar, wann das Lokal auf dem Taunusgipfel wieder öffnen könne, teilte Landrat Ulrich Krebs (CDU) am Montag bei einem Ortstermin mit. Er geht davon aus, dass die Arbeiten etwa ein Jahr dauern werden.Für die Übergangszeit habe man aber eine „gute Lösung“ gefunden, betonte Krebs. Niemand müsse den Großen Feldberg hungrig und durstig wieder verlassen.

Dafür will der neue Pächter Hedmar Schlosser sorgen. Der erfahrene Gastronom aus dem Lahntal hat neben dem geschlossenen Gasthofgebäude zwei Zelte und einen Foodtruck aufgestellt. Außerdem nutzt er den bereits vorhandenen Kioskpavillon.

Rund 100 überdachte Sitzplätze könne er auf diese Weise bieten, sagte Schlosser. Die Besucher des Großen Feldbergs erwarte eine „vollumfängliche Gastronomie“. So stehen auf der Karte neben Currywurst und Handkäs‘ auch Backfisch mit Kartoffelsalat sowie Waffeln und Frankfurter Kränzchen. „Mehr ist aus den kleinen Hütten aber nicht herauszuholen“, räumt Schlosser ein. Immerhin hofft er, im Sommer zusätzlich einen Biergarten eröffnen zu können.

Früherer Unterpächter musste Feldberghof nach 20 Jahren räumen

Eigentümer des Lokals ist der Zweckverband Feldberghof, der nun einen neuen Pachtvertrag mit der Frankfurter Binding Brauerei abgeschlossen hat. Die wiederum hat die Gastronomie an Schlosser weiterverpachtet. Nicht zum Zuge gekommen war der bisherige Unterpächter Peter Stürtz, der den Feldberghof nach fast 20 Jahren räumen musste – was für einigen Unmut gesorgt hatte.

Mit Schlosser sei ein Partner gefunden, mit dem man in den kommenden Jahren „für den Feldberggipfel neue Attraktivität schaffen“ wolle, sagte Landrat Krebs, der auch Vorsitzender des Zweckverbandes ist. Er habe schon reichlich Ideen, kündigte Schlosser an. Details wollte er aber noch nicht verraten.

Schließlich gilt es nun erst einmal genau zu klären, was in dem 1999 errichteten Gasthof alles saniert werden muss. Das sei bislang noch nicht möglich gewesen, erklärte der Leiter des Hochbauamtes im Hochtaunuskreis, Reiner Plomer. „Wir haben heute erst die Schlüssel erhalten.“ Klar sei aber jetzt schon, dass die komplette Lüftungsanlage ausgetauscht werden müsse. Außerdem müssten Küchengeräte und Sanitäranlagen erneuert werden. Während der Arbeiten werde auf dem Feldbergplateau immer eine öffentliche Toilette zugänglich sein, versprach Landrat Krebs – aktuell noch im Feldberghof selbst, später werde es auch hierfür eine Übergangslösung geben.

Die voraussichtlichen Kosten für die Gebäudesanierung schätzen die Verantwortlichen auf 1,75 Millionen Euro. Zahlen wird das zunächst einmal der Zweckverband. Das Geld werde man aber über eine entsprechend erhöhte Pacht wieder hereinholen, sagte Verbands-Geschäftsführer Horst Buhlmann. Genaue Zahlen wollte er allerdings nicht nennen. Hedmar Schlosser hat zunächst einen Pachtvertrag über zehn Jahre abgeschlossen, mit Optionen für weitere vier mal fünf Jahre. Die Gastronomenfamilie Schlosser betreibt mehrere Hotels und Gaststätten in Limburg und Umgebung und beschäftigt insgesamt 200 Mitarbeiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare