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Der Förderverein will weiter für eine kinderärztliche Notfallversorgung im Bad Homburger Krankenhaus werben.
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Der Förderverein will weiter für eine kinderärztliche Notfallversorgung im Bad Homburger Krankenhaus werben.

Bad Homburg

Förderverein sieht Hoffnung

  • VonAndrea Herzig
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Nach dem Nein für eine Kinderstation: Eine Initiative setzt für Notfälle auf die Kooperation mit Frankfurter Kinderkliniken.

Der Förderverein Kinderklinik Bad Homburg gibt nicht auf. Im vergangenen Sommer kam das Nein für eine Kinderstation aus dem Wiesbadener Sozialministerium, der Verein setzte sich weiter für eine bessere Notfallversorgung der Kinder am Krankenhaus in Bad Homburg ein. Nach dem Aus im Sommer versprach Sozialminister Minister Stefan Grüttner, einen Notfalldienst bei den Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zu unterstützen.

Der Förderverein wurde mehrfach in Wiesbaden vorstellig, nun, nach dem „Gesprächsmarathon der letzten Monate“, so der Vereinschef Riklef von Schüssler, gebe es positive Signale. Das Sozialministerium habe bestätigt, dass ein „Brückenkopf“, also eine kinderärztliche Notfallversorgung in der Klinik Bad Homburg unter der Verantwortung eines Kooperationspartners, einer bestehenden Frankfurter Kinderklinik, als sogenannter „Kopfklinik“ ein gangbarer Weg sei. So ist es in einer Pressemitteilung des Vereins zu lesen.

Das Sozialministerium unterstütze das weitere Vorgehen des Vereins und wiederhole sein Angebot, die Verhandlung mit der KV zu begleiten. Man sei in Gesprächen, wie diese gestaltet werden könnte, meldet sich der CDU-Landtagsabgeordneter Holger Bellino zu Wort, der sich auch für den Förderverein engagiert.

In den Frankfurter Kliniken, so schreibt es Vorsitzender Riklef von Schüssler, sei man „willkommener Gesprächspartner“. Die Kooperation mit einer Kinderklinik wäre eine Win-Win-Situation für beide Partner, ist der Vorsitzende überzeugt. Details zu diesen Plänen gibt es jedoch noch nicht. Der Förderverein sieht einen dringenden Handlungsbedarf, denn die Fallzahlen der bereits vorhandenen Kinder-Notfallversorgungen in Frankfurt seien gestiegen.

Der Verein bezieht sich dabei auf Angaben der Frankfurter Kliniken, sagt Barbara Jessen, Vorstandsmitglied im Verein. Jessen macht dafür auch ein anderes Verhalten der Eltern verantwortlich, die bei Krankheiten der Kinder vermehrt gleich die Klinik aufsuchten statt zuerst einen niedergelassenen Arzt.

Aus dem Sozialministerium ist zu erfahren, dass eine gesundheitliche Versorgung der Kinder gerade in den sprechstundenfreien Zeiten ein wichtiges Anliegen sei. Man habe, so Pressesprecher Markus Büttner, „die moderierende Rolle des Ministeriums“ angeboten, um bei Gesprächen vor Ort und mit der KV zu helfen.

Auf den drohenden Zusammenbruch der Notdienste der niedergelassenen Kinderärzte am Samstag und Sonntag (FR vom 21.4.) ist der Förderverein in seinen Planungen noch nicht eingegangen. Auch hier gibt es einen Konflikt mit der KV, die diese Dienste unter Umständen nicht mehr lange bezahlen will. Das würde dazu führen, dass die Pädiater dieses freiwillige Angebot einstellen. Es gäbe dann im Vordertaunus gar keine Notfallversorgung für Kinder am Wochenende mehr.

Das Sozialministerium fühlt sich in dieser Sache nicht zuständig, heißt es dazu aus Wiesbaden. Dies sei Sache der KV, sie treffe ihre Entscheidungen über die Organisation eines solchen Notdienstes eigenverantwortlich. Trotzdem sei das Ministerium derzeit dabei, sich von der KV die Hintergründe erläutern zu lassen.

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