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70 Flüchtlinge nach Dornholzhausen

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Von: Fabian Böker

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Hier werden im Herbst 70 Flüchtlinge einziehen.
Hier werden im Herbst 70 Flüchtlinge einziehen. © Renate Hoyer

Das ehemalige Lilly-Gelände wird zur Unterkunft für Flüchtlinge. Der Einzug ist im Herbst geplant. Die Stadtwerke als Eigentümer haben erklärt, dass sie vermieten wollen.

Bad Homburg bekommt eine neue Unterkunft für Flüchtlinge. Voraussichtlich im Herbst werden bis zu 70 Menschen auf das Stadtwerke-Gelände in Dornholzhausen ziehen. Dort war früher die Firma Lilly beheimatet. Ein entsprechender Vertrag zwischen der Stadt und den Stadtwerken wird noch in diesem Monat unterzeichnet. Das teilte Stadtsprecher Andreas Möring auf Anfrage mit.

Am Montag soll der Magistrat der Stadt sein Einverständnis geben. Dann wird der Vertrag gültig. Er besagt, dass die Stadt für die Sanierung und den anschließenden Umbau zuständig ist. Diese Arbeiten bedeuten zunächst eine Teilsanierung des Daches. Danach wird das Erdgeschoss so umgebaut, dass Wohnmöglichkeiten für Familien mit Kindern sowie Räume für die Betreuung der Menschen entstehen. Im Obergeschoss werden weitere Zimmer für die Flüchtlinge hergerichtet. Auch eine ausreichende Zahl von sanitären Anlagen wird später vorhanden sein.

Rund 70 Menschen sollen in dem Gebäude zwischen Saalburgstraße und Hohemarkstraße Platz finden. Einziehen sollen vor allem Familien mit Kindern. Vor dem Herbst, so Möring, ist damit aber nicht zu rechnen, auch wenn ein „Bezug mit Blick auf die Situation möglichst schnell erfolgen“ müsste.

Zunächst als unbrauchbar bewertet

Diese Situation – gemeint ist hohe Zahl der Flüchtlinge – sorgt generell dafür, dass die Stadt sehr dringend Möglichkeiten zur Unterbringung sucht. Dabei nimmt sie, erklärt der Sprecher, sowohl eigene Gebäude als auch anmietbare Immobilien regelmäßig in Augenschein.

Dabei stieß die Stadt auch auf das seit längerem den Stadtwerken gehörende ehemalige Lilly-Gebäude. Es wurde geprüft, allerdings zunächst als unbrauchbar bewertet. Grund: Schimmelbefall. Doch dazu liegt nach Angaben von Andreas Möring seit Kurzem ein Gutachten vor, das besagt, „dass der festgestellte Schimmel mit einer fachgerechten Sanierung gut zu beseitigen ist“. Entsprechende Arbeiten laufen bereits.

Die Stadtwerke als Eigentümer haben erklärt, dass sie vermieten wollen. Die Geschäftsführung hat zugestimmt, die Betriebskommission ist in Kenntnis gesetzt. Der Ortsbeirat in Dornholzhausen wird über die Details bald informiert, ebenso wie im Mai die Bürger (siehe Infobox).

Wird der Vertrag unterzeichnet, sieht er eine Laufzeit bis zum 21. Dezember 2020 vor. Die Stadtwerke können allerdings einseitig kündigen, falls sie in dieser Zeit mit dem Bau ihrer Unternehmenszentrale auf dem Grundstück beginnen sollten. Die genauen Kosten für die Stadt Bad Homburg können noch nicht genau beziffert werden. Erste Schätzungen belaufen sich auf rund 500 000 Euro.

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