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Flohmarkt wird teurer

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Der Flohmarkt ist eine Institution und wichtig fürs Image.
Der Flohmarkt ist eine Institution und wichtig fürs Image. © Rolf Oeser

Fünf Euro teurer wird ein Standplatz auf dem Oberurseler Flohmarkt, damit er kostendeckend ist. Zunächst wurde auch eine Einstellung des Marktes an der Adenauerallee erwogen.

Von Jürgen Streicher

Der Preis für einen Standplatz auf dem Flohmarkt soll von bisher 15 auf 20 Euro angehoben werden. Der Finanzausschuss hat eine Vorlage des Magistrats am Donnerstagabend bereits einstimmig beschlossen, das Stadtparlament entscheidet am 22. November. Ziel sei es, den Flohmarkt als kostendeckende Veranstaltung im Haushalt verbuchen zu können, so Stadtkämmerer Thorsten Schorr (CDU). Dies sei zuletzt angesichts des geringeren Standplatzangebotes nicht gelungen.

Bei der Suche nach Einsparmöglichkeiten im defizitären Haushalt stieß die interfraktionelle „Arbeitsgruppe Konsolidierung“ auch auf den beliebten Flohmarkt in der Adenauerallee und ihrem Umfeld.

Einstellen wäre eine Möglichkeit gewesen, die auch erwogen wurde, wie Schorr bekennt. Doch der Flohmarkt darf nicht sterben, weil er zum Image der Stadt gehört. Er darf die Stadt aber auch kein Geld kosten, weil er durch Gebühren finanziert wird. Bei rund 250 Standplätzen würde die Stadt bei einer Auslastung von 80 Prozent etwa 10000 Euro mehr pro Jahr einnehmen. Sie muss den Kartenverkauf organisieren, Aufsichtspersonal bezahlen und die Aufräumarbeiten finanzieren.

Die Standgebühr wurde zuletzt 2008 von zehn auf 15 Euro erhöht. Das gilt für Erwachsene, Jugendliche müssen sich lediglich anmelden, wie Kinder zahlen sie keine Standgebühr. Im Oktober noch hatte der Stadtkämmerer auf Anfrage der FDP im Stadtparlament eine Erhöhung der Standgebühr auf 17,50 Euro genannt, einer Empfehlung der AG Konsolidierung folgend. Die 20-Euro-Variante hat laut Schorr der Magistrat beschlossen. Der Flohmarkt findet einmal monatlich statt, immer am dritten Samstag.

Wenn die neue Flohmarktordnung am 22. November beschlossen wird, sind weitere Neuerungen vorgesehen. So werden die Standplätze künftig drei Meter breit sein und mit einer Tiefe von 1,50 Meter mehr Raum in der Tiefe bieten. Dies ist möglich, weil in der umgestalteten Kastanienallee die Stände nur noch einseitig erlaubt sind, um Bäume und Grünflächen nicht übermäßig zu schädigen. Seit der Leerlaufphase während der Umbauarbeiten vor dem Hessentag hat der Flohmarkt einige Dauerbeschicker verloren.

Neu ist auch eine Reglementierung des Warenangebots im für Kinder reservierten Bereich mit Standplätzen auf beiden Seiten. Es soll überwiegend aus Spielzeug und Kindermedien bestehen. „Um zu vermeiden, dass andere Personen als Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren die kostenlosen Plätze auf der Kindermeile nutzen“, so Schorr. Dies sei häufig der Fall gewesen.

Der nächste Flohmarkt ist am 17. November, Restkarten gibt’s ab Montag im Einwohnerservice im Rathaus.

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