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Filzhüte und Kräuterlikör

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Ab Samstag ist Bad Homburg eine Weihnachtsstadt. Dann beginnt der Weihnachtsmarkt vor der Kulisse des Landgrafenschlosses.

Von Isabel Kiely

Vor dem Schloss, im Innenhof und in der Herrngasse locken Glühweingeruch, Budenzauber, Köstlichkeiten an Samstagen und Sonntagen von 11 bis 21 Uhr.

Mit dem großen Stadtgeläut und Weihnachtsliedern wird die Weihnachtsstadt am Samstag um 17 Uhr an der Krippe offiziell eröffnet. Die neu hinzugekommenen Holzfiguren von Ochs, Esel und Verkündigungsengel werden gesegnet. „Wir legen sehr viel Wert auf die Symbolik des christlichen Weihnachtsfests“, so der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, Jörg Hölzer.

Neben der Krippe wird eine kleine Dampfeisenbahn den weißen Turm umfahren. Sie fährt bei jedem Wetter. „Letztes Jahr sind wir sogar bei Temperaturen bis zu minus elf Grad gefahren. Da mussten wir schon etwas aufpassen, dass die Bahn uns nicht einfriert“, erzählt der Betreiber Hans-Joachim Acker.

Seit Mittwoch sind Acker und die anderen Betreiber der rund 90 Holzhütten fleißig beim Aufbauen und Dekorieren. Geschmückte Tannenbäume und die urigen Hütten mit Aufschriften wie „Geschenke“, „Kerzen“ und „Delikatessen“ lassen schon jetzt Adventsstimmung aufkommen.

Gerhard Wolf und seine Frau Birgit beschicken zum vierten Mal den Weihnachtsmarkt. Sie verkaufen „Schönes aus Filz“, vor allem Hüte und Schals. Während des Jahres gehen die beiden Grünberger auf Kunsthandwerkermärkte. „In Bad Homburg ist das Ambiente toll, und die Besucher sind sehr angenehm“, so Gerhard Wolf.

Die Betreiber der Hütten hoffen, dass das Wetter mitspielt. Winterliche Temperaturen und Schnee machten den pro Wochenende erwarteten rund 30000 Besuchern nichts aus, Regen allerdings schon, sagt Heike Jung vom Reichs-Post-Bitter-Stand. Jung und ihr Kollege Stefan Alles kommen seit zwölf Jahren auf den Weihnachtsmarkt, um ihren aus 43 Kräutern und Gewürzen hergestellten Kräuterlikör zu verkaufen. „Unser Produkt wurde 1843 in Bad Homburg entwickelt“, erklärt Jung stolz.

Weitere Höhepunkte der Weihnachtsstadt: Am 6. Dezember sind am Nachmittag rund 20 Bad Homburger Persönlichkeiten als Nikoläuse unterwegs. Am 18. und 19. Dezember führt die Volksbühne das Märchen „Aladin und die Wunderlampe“ im Kurtheater auf (Karten unter 06172/1793710).

Damit auch unter der Woche niemand auf weihnachtliches Ambiente verzichten muss, hat das bayerische Almdorf vor dem Kurhaus täglich ab 11 Uhr geöffnet. Kommenden Sonntag wird dort beim Weißwurst-Frühstück das Weihnachts-Bockbier vom Kronenhof angestochen.

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