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Hochtaunus

Ferienquartiere im Taunus nicht gefragt

Ferienquartiere im Taunus sind im Moment nicht gefragt. Daher sind die Anbieter wenig optimistisch.

Als im vergangenen Sommer das Reisen wieder möglich geworden war, waren manche heimischen Urlaubsziele zwar schnell überlaufen. Aber Hessen und der Taunus haben davon offensichtlich nicht profitiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ging die Zahl der Übernachtungen im Hochtaunus bis Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 44,3 Prozent zurück.

Ein Ansturm auf Ferienhäuser, -wohnungen und -zimmer im Hochtaunus blieb aus. Und mit dem „Lockdown light“ seit November wurden die Beschränkungen wieder verschärft. Auf der Homepage des Taunus Touristik Service (TTS), der derzeit Einträge von 15 Ferienhäusern, 210 Ferienwohnungen und 22 Ferienzimmern veröffentlicht, heißt es entsprechend: Übernachtungsangebote werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.

Der TTS kann nicht nachvollziehen, wann und wie Unterkünfte in der „Destination Taunus“ gebucht werden. Aber auf den Internetportalen lassen sich die Belegungen einsehen. Das ist zwar keine vollständige Übersicht, gibt aber einen Eindruck: Rosig sieht es derzeit nicht für Buchungen in der wärmeren Jahreszeit aus. Und das, obwohl Corinna Schmidt vom TTS schon im Juni mitgeteilt hatte, dass einige Hygienekonzepte für private Feriendomizile strenger seien als die Vorgabe des Deutschen Tourismusverbands (DTV).

Doch Unsicherheit und Zurückhaltung bleiben. So ist etwa bei der Viersterne-Hufler-Ferienwohnung „Am Hainerberg“ in Königstein seit 1. November die Belegung wie abgeschnitten. „Es gibt keine Anfragen oder Reservierungen für das Frühjahr, nicht einmal für Ostern – und auch der Sommer läuft sehr zögerlich an“, heißt es. Geschäftsreisende gebe es auch nicht. Während des Lockdowns im Frühjahr seien Stornierungen im 14-tägigen Rhythmus gekommen. „Jede neue Verordnung ermöglichte den Gästen eine kostenlose Stornierung. Und die Zeitspannen waren zu kurz, um noch Geschäftsreisende gewinnen zu können“, sagt Hufler. Der Sommer und der Herbst seien verhalten angelaufen. Weil die beliebten Urlaubsziele an der Küste und in den Bergen schnell ausgebucht gewesen seien, seien die Mittelgebirge als neues Urlaubsziel entdeckt worden. „Kurzentschlossene Gäste, die gerne noch ein paar Tage Urlaub machen wollten, haben gebucht. Man kann schon verstehen, dass jetzt alle abwarten, wann und wie es überhaupt weitergeht, keiner kann planen“, äußert sich Hufler und sagt: „Enttäuschend ist, dass Anbieter, die privat Urlauber beherbergen, keine staatliche Unterstützung beantragen können.“

Ähnlich sieht es in Altweilnau in der „Stöckl-Alm“ aus. „Nach den Lockerungen hatten wir für den Sommer einige Reservierungen. Diese Gäste kamen, aber insgesamt lag die Belegung höchstens bei einem Drittel der Vorjahre“, sagt Gertrud Stöckl. Stammgäste aus Holland hätten übernachten dürfen, hätten aber absagen müssen, weil sie nicht ausreisen durften. Für diesen Januar hatte sie nur eine Anfrage, die aber wegen der Beschränkungen auch wieder storniert wurde.

Stöckl hofft, bald wieder Gäste beherbergen zu dürfen, ist aber nicht sehr optimistisch. „Solange die Gastronomie geschlossen bleibt und die Gäste selbst kochen müssen, bleiben wohl viele doch lieber zu Hause.“

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