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U-Bahnendhaltestelle Gonzenheim ist derzeit die Endstation.

Bad Homburg

Zank um den Lärmschutz

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Die Parteien positionieren sich vor dem Bürgerentscheid zum U2-Ausbau. Die SPD wehrt sich gegen Vorwürfe aus der FDP.

Er sieht sich als „Sprachrohr der Anwohner“. Wolfgang Lindstaedt (FDP) ist Mitglied des Ortsbeirats Gonzenheim und gilt als wichtigster Kritiker des geplanten Ausbaus der U2-Trasse zwischen der jetzigen Endhaltestelle in Gonzenheim und dem Bad Homburger Bahnhof.

Seine Partei, die FDP, spricht sich vor dem Bürgerentscheid am 28. Oktober denn auch klar gegen den Ausbau aus. In einem Sieben-Punkte-Papier listen die Freien Demokraten ihre Vorbehalte auf: Dabei geht es um die Kosten von 58 Millionen Euro, von denen die Stadt bis zu 21 Millionen aufbringen muss, um eine mögliche Feinstaubbelastung, vor allem aber um den Lärmschutz.

Das ist auch für Lindstaedt der wichtigste Kritikpunkt. Zwar habe das Stadtparlament im Juni beschlossen, dass es eine Verbesserung des Schallschutzes nach dem neuesten Stand der Technik geben solle. Doch konkrete Zusagen fehlten, moniert Lindstaedt. „Bisher gibt es nur Versprechungen.“ SPD und Grünen wirft er zudem vor, diese noch verwässern zu wollen.

CDU wirbt um Zustimmung für das Projekt

Das seien „Unwahrheiten“ entgegnen der SPD-Vorsitzende von Gonzenheim, Waldemar Schütze und der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende Thomas Kreuder (SPD) in einer Stellungnahme. Nach einem positiven Votum für den U-Bahn-Ausbau würden im Rahmen der Umsetzung alle möglichen Schallschutzverbesserungen geprüft und entsprechend realisiert, sagt Schütze.

Die SPD gehört ebenso wie die Grünen schon lange zu den klaren Befürwortern des U2-Ausbaus. Der Lückenschluss zwischen Gonzenheim und dem Bahnhof sei „eine essenzielle Entscheidung für die Zukunft Bad Homburgs“, sagt etwa der SPD-Fraktionschef Jürgen Stamm.

Auch die CDU wirbt vor dem Bürgerentscheid um eine Zustimmung für das Projekt. „Höhere Gewerbesteuereinnahmen, freiere Straßen, sauberere Luft und bessere Voraussetzungen für weitere Bahnprojekte nützen auch denjenigen, die nicht selbst mit der verlängerten U2 fahren“, betont der Stadtverordnete Roland Mittmann, der die Christdemokraten im Verkehrsausschuss vertritt.

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