Kampf um die Vorgärten

Planschbecken endlich erlaubt

Nach zwanzig Jahren zähem Ringen dürfen die Bad Homburger Bürger endlich selbst entscheiden, was sie in ihre Vorgärten stellen - es sei denn, sie wohnen am Kurpark.

In einem Versuch der Entbürokratisierung hat die Stadt Bad Homburg jetzt ihre Vorgartensatzung aufgehoben, die im gesamten Stadtgebiet galt. Wer ein Baumhaus für die Kinder oder einen Schuppen fürs Fahrrad bauen wollte, brauchte bislang nicht nur das nötige handwerkliche Geschick, sondern auch viel Geduld für die Schriftwechsel mit den städtischen Ämtern.

Seit 20 Jahren regelte die Vorgartensatzung genau, was in Vorgärten erlaubt ist und was nicht. Das Spielhaus und der Fahrradschuppen waren es jedenfalls nicht. Auch ein aufblasbares Planschbecken konnte nach Auskunft von Stadtrat Peter Vollrath-Kühne (FDP) bereits gegen die geltenden Vorschriften verstoßen. Auch was ein "Vorgarten" ist, war bei Eckgrundstücken strittig, weil die ja nur "Vorgarten" besitzen.

Nun gibt es eine neue Satzung, und die gilt nur noch für die Gärten südlich des Kurparks. Dort soll das zum großen Teil auch unter Denkmalschutz stehende Ambiente des 19. Jahrhunderts weitgehend erhalten bleiben und nicht durch Zweckschuppen und andere Profanbauten verschandelt werden. In den anderen Teilen der Stadt herrscht nun Verständnis für die Notwendigkeit eines Unterstandes für Rasenmäher und Gartengerät. (prop)

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