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„Falsche Politik“

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Jusos kommentieren den Sozialbericht der Kirche.

Die Jusos im Unterbezirk Hochtaunus haben sich mit den Zahlen des Reichtums- und Armutsberichts beschäftigt, den die evangelische Kirche im Dekanat Hochtaunus in der vergangenen Woche vorgelegt hat.

Laut Bericht ist die Zahl der Menschen mit einem Einkommen über 500 000 Euro in drei Jahren um knapp 70 Prozent gestiegen. „Das ist nicht weiter tragisch, aber dass im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Sozialleistungsempfänger gestiegen ist, schon“, meinen Jacob Donath (Bad Homburg) und Holger Hertel (Steinbach) vom Juso-Vorstand.

„Diese Entwicklung ist ein Zeichen falscher Politik“, schreiben beide in einer Pressemitteilung. Dringend müsse über eine gerechtere Steuerpolitik nachgedacht werden. Deshalb fordern die Jusos Hochtaunus die Einführung der Vermögensteuer und eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf mindestens 49 Prozent.

Diese bundespolitischen Ziele müssten auch die Kommunen im Kreis flankieren. Hohe Kita-Gebühren belasteten junge Familien stark. Noch problematischer seien allerdings die hohen Mieten im Hochtaunuskreis. Daraus leiten die Jungpolitiker ihre Forderungen an die Hochtaunus-Kommunen ab, sozialen Wohnungsbau stärker zu fördern und die Kita-Gebühren abzuschaffen. „Armut geht uns alle an“, sagt Hertel.

Der Sozialbericht der evangelischen Kirche zeige zudem, dass die Mittelschicht „immer stärker verschwinde“, die Kluft zwischen Arm und Reich wachse. (prop.)

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