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Fahrten auf Rennern und Retros

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Die Räder kann man auf einer Teststrecke in der Halle mit Steigung, Kopfsteinpflaster und Holzstämmen ausprobieren.
Die Räder kann man auf einer Teststrecke in der Halle mit Steigung, Kopfsteinpflaster und Holzstämmen ausprobieren. © Chris Hartung

Der neu eröffnete Fachmarkt der Familie Denfeld am Stadteingang Bad Homburg bietet einen Auswahl von 5000 Fahrrädern an. Und Service, der Kunden aus dem ganzen Rhein-Main-gebiet anlocken soll. Die Stadt hilft mit einer verbesserten Verkehrsanbindung.

Von Martina Propson-Hauck

Räder. Räder, Räder. Wohin das Auge blickt. 5000 Fahrräder hat das Familienunternehmen Denfeld am neuen Standort am Stadteingang in den vergangenen Wochen ausgepackt, zum Teil wurden ganz neue Räder gleich dort angeliefert. Zwei bis drei Wochen dauerte der Umzug. Erst vergangene Woche gab auch der Brandschutz sein Okay, so dass am Montag Eröffnung gefeiert werden konnte. Ende Juni 2012 war mit dem Bau begonnen worden.

Am ersten Tag strömten bereits die ersten Kunden, obwohl ein grauer Februarmorgen nicht der klassische Fahrrad-Einkaufs-Termin ist. „Wir haben auch noch gar keine große Werbung gemacht. Aber viele Stammkunden sind gekommen, die sehen wollen, wie es geworden ist“, sagt Marc Denfeld, der als Enkel von Gründer Karl Josef Denfeld das Unternehmen in dritter Generation bereits mitführt. „Business Administration“ hat er studiert. Sein Vater Christian ist Diplom-Ingenieur, der Onkel Jörg Zweiradmechaniker-Meister.

Auf 6000 Quadratmeter Geschäftsfläche breitet sich ein Sortiment aus, das die Denfelds dazu verleitet, sich bereits am Eingang als „eines der größten Fahrradgeschäfte Hessens“ zu bezeichnen.

Dialogannahme und Solarmodule

Man kennt ja den Unterschied zwischen Rennrad, Trekkingrad oder Mountainbike. Aber die Spezifikationen gehen längst viel weiter: Triathlon-Bikes, Retro-Räder, Fixies (ohne Gangschaltung), Urbanbikes (ganz schwarz oder braun, ohne Hersteller am Rahmen und mit Nabenschaltung). In der großen Halle kann man gleich testfahren, auch eine Steigung hoch und über Kopfsteinpflaster.

Die ganze Bandbreite gibt es mittlerweile auch in der E-Version, mit kleinem Elektromotor. Das teuerste Rad im Angebot ist ein Rennrad mit gut vier Kilo Gewicht für 10.000 Euro, jetzt im Sonderangebot für 6666 Euro.

In der Service-Ecke für die Reparaturen trifft man einen Mann mit Computer an, ganz wie in der Autowerkstatt.

An roten Pfosten wird das defekte Gefährt hochgehängt und durchgecheckt, „Dialogannahme“ heißt das im Fachjargon. In der Werkstatt dahinter verbergen sich 15 Arbeitsplätze, auch zur Montage der neuen Räder. 33 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, das zuvor in der Alten Sattelfabrik in Kirdorf residierte. Am Stadteingang gibt es 100 kostenlose Parkplätze. Man hofft auf Kunden aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Und auf dem Dach sorgen mehr als 400 Solarmodule für eine Strommenge, die 25 Vier-Personen-Haushalte im Jahr brauchen. Die Stadtwerke haben das Dach dafür gemietet, das Fahrradgeschäft bezieht günstigeren Strom.

Provisorischer Zugang

Noch ist die An- und Abfahrt ein wenig provisorisch: Von Oberursel aus kann man direkt rechts auf den Parkplatz abbiegen, von Bad Homburg aus muss man den Umweg über die Brücke nehmen. Zurück kommt man über den asphaltierten Weg Richtung Kronenhof neben der Zeppelinstraße.

Die Stadt will die Kreuzung zwischen Urseler Straße, Holzweg und Niederstedter Weg bis Ende Mai so ausbauen, dass man sowohl von Oberursel als auch von Bad Homburg aus zu Denfeld aber auch zu den Möbelgeschäften und dem Fitnesscenter am Niederstedter Weg gelangt.

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