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Erzieher dringend gesucht

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Von: Fabian Böker

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In den städtischen Einrichtungen sind 13 Erzieher-Stellen unbesetzt. Dabei unternimmt die Stadt einiges, um die Ausbildung attraktiver zu machen.

Mit Claudia Velten, der ehemaligen „Schlecker-Frau“, hat die Stadt Bad Homburg eine offene Erzieher-Stelle besetzt. Für Personalreferentin Grit Reinhardt zwar ein Grund zur Freude, aber nur kurzzeitig. Denn so lange es nur bei dieser einen Einstellung bleibt, sucht die Stadt weiter händeringend nach Erziehern und Erzieherinnen.

16 Kindertagesstätten betreibt die Stadt Bad Homburg derzeit. In den Einrichtungen finden sich Krippen, Kindergärten und Horte. 255 Erzieher kümmern sich um die Kinder, aber noch immer seien 13 Stellen nicht besetzt, erklärt Grit Reinhardt. „Das betrifft sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitstellen“, ergänzt sie. Woran das liegt, weiß die Personalreferentin auch: „Wir bekommen schlicht und ergreifend zu wenig Bewerbungen.“

Dabei unternimmt die Stadt einiges, um die Ausbildung attraktiver zu machen. So bietet sie den Auszubildenden an, die vorgeschriebenen Praxisphasen in einer der städtischen Einrichtungen zu absolvieren – teilweise auch gegen Bezahlung. Rund 60 Plätze stehen dafür pro Jahr zur Verfügung.

Stipendien und Teilzeit

Außerdem vergibt die Stadt mehrere Stipendien für den Zeitraum der fachtheoretischen Ausbildung. Des Weiteren unterstützt Bad Homburg die noch relativ neue Art der Ausbildung in Teilzeit. Dafür hat die Stadt mittlerweile vier feste Praxisstellen eingerichtet. Auch um Bewerber, die ihre Qualifikation im Ausland erworben haben, kümmert sich die Stadtverwaltung. Der Personalservice berät Menschen, die für die Anerkennung ihres Abschlusses in Deutschland noch Praxiszeiten benötigen.

Eine Bewerbung als Erzieher ist jederzeit möglich, auch wenn gerade keine Stelle ausgeschrieben ist. Vom Beschluss des Stadtparlamentes, neue Stellen erst intern zu besetzen, sind die Erzieher genauso ausgenommen wie von etwaigen Haushaltsvorgaben oder Anforderungen des Regierungspräsidiums.

Bewerben kann sich selbstverständlich jeder. Ganz besonders aber freut sich die Stadt, wenn es Männer tun. Denn deren Anteil ist traditionell sehr gering.

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