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Erste Klasse für Wolfgang Assmann

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Wolfgang Assmann ist Ex-Oberbürgermeister von Bad Homburg.
Wolfgang Assmann ist Ex-Oberbürgermeister von Bad Homburg. © FR/Fickert

Bad Homburgs Alt-OB Wolfgang Assmann hat in Wiesbaden das Verdienstkreuz Erster Klasse erhalten. Von Martina Propson-Hauck

Von Martina Propson-Hauck

Ganze 18 Jahre lang lenkte er als Oberbürgermeister die Geschicke Bad Homburgs, gestern ist Alt-OB Wolfgang Assmann in Wiesbaden unter anderem auch dafür mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet worden. Noch-Ministerpräsident Roland Koch (CDU) überreichte dem Parteifreund die Auszeichnung höchstpersönlich.

Gewürdig wurden Assmanns Verdienste um das Gemeinwohl. Über seine kommunalpolitischen Leistungen hinaus habe er sich "in vorbildlicher Weise in kulturellen und sozialen Bereichen für die Menschen und das Land Hessen eingesetzt", heißt es in einer Mitteilung des Regierungssprechers.

"Sie haben doch etwas Anständiges gelernt, warum wollen Sie denn gerade Oberbürgermeister von Bad Homburg werden?", soll ihn der damalige Hessische Ministerpräsident Holger Börner bei seinem Antrittsbesuch gefragt haben, diese Anekdote erzählt der studierte Jurist Assmann gern. Er fühlte sich sogar drei Amtszeiten lang so wohl in der Kurstadt, dass er ihr noch immer die Treue hält.

Nach seinem Ausscheiden als OB war Assmann von 1998 bis 2004 Geschäftsführer der hier ansässigen Herbert-Quandt-Stiftung der Altana AG. Diese leistete unter ihm mit dem "Trialog der Kulturen" wegweisende interkulturelle Arbeit, etwa bei Konflikten um den Bau von Moscheen, zum Spracherwerb im Kindergarten und zur Vermittlung der drei großen Religionen Judentum, Christentum und Islam.

Heute leitet der 66-jährige Assmann als Alleinvorstand die Werner-Reimers-Stiftung und ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forums Humanwissenschaften, einer Kooperation der Frankfurter Goethe-Universität mit der Werner-Reimers-Stiftung.

Seine rhetorische Begabung, sein Humor und und seine diplomatischen Umgangsformen machen ihn auch bei Gelegenheiten wie dem Neujahrsempfang der Stadt Bad Homburg zum gefragten Redner. "Ich habe immer gern mit intelligenten Menschen gute Gespräche geführt", sagte er in einem Interview der FR zu seinem 60. Geburtstag.

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