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Elektro-Roller für das Rathaus-Team

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Mainova-Elektroroller
Mainova-Elektroroller © Andreas Arnold

Die Stadtverwaltung Friedrichsdorf testet für die Mainova ein strombetriebenes Zweirad. Bürgermeister Burghardt will es am liebsten gar nicht mehr hergeben.

Von Sonja Jordans

Für Friedrichsdorfs Bürgermeister Horst Burghardt ist das Vergnügen kurz: Nur wenige Meter legt er auf dem weißen, schnittigen Elektro-Roller zurück, dann muss er das Gefährt an dessen Besitzer, den Energieversorger Mainova, zurückgeben.

„Schade“, findet Burghardt das, „denn der Roller fährt sich wirklich gut.“ Begeistert, so Burghardt, seien auch die Mitarbeiter der Friedrichsdorfer Stadtverwaltung gewesen, die das strombetriebene Zweirad in den vergangenen fünf Wochen testen konnten. „Das Angebot ist sehr gut genutzt worden“, bestätigt Burghardt. Rund 500 Kilometer hätten die Mitarbeiter in dieser Zeit mit dem Roller zurückgelegt.

Zur Verfügung gestellt hat das Gefährt der Energieversorger Mainova – „um erste eigene Erfahrungen mit der Elektromobilität zu machen“, wie es von der Mainova heißt. Der Elektroroller sei Teil eines Pilotprojekts der Mainova „zur Elektromobilität in Frankfurt und der Rhein-Main-Region“, betont Vorstand Marie-Luise Wolff am Mittwoch in Friedrichsdorf, als sie den Roller nach der Testphase in Empfang nimmt.

Der Elektroroller könne an jeder Steckdose aufgeladen werden. Nach etwa sechs Stunden sei er aufgeladen und habe dann eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometern. Diese müssen allerdings in gemäßigtem Tempo zurückgelegt werden: Der Roller erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde.

Der Ladevorgang verbrauche rund drei Kilowattstunden Strom, die laut Mainova-Angaben 60 Cent kosten. Stromproduzent Mainova bewirbt das Roller-Projekt deswegen als besonders klimafreundlich. Emissionsfrei sei der geräuscharme Roller ohnehin. Für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Friedrichsdorf ist das Gerät vor allem praktisch gewesen, so Bürgermeister Burghardt. Unter anderem entfiele mit so einem wendigen und kleinen Fahrzeug die Parkplatzsuche.

Über die Anschaffung eines Elektrorollers für die Stadt werde nachgedacht, versichert Bürgermeister Burghardt. „Wir werden nochmal mit den Mitarbeitern sprechen, ob sie wirklich Interesse haben.“ Schließlich sei es nicht jedermanns Sache, mit einem Roller zu fahren. Wenn sich die Mitarbeiter jedoch für diese Art der Fortbewegung entscheiden sollten, werde der Rollervorschlag in den Haushalt der Stadt eingebracht.

In der Anschaffung koste so ein Gefährt rund dreieinhalbtausend Euro, erläutert Mainova-Vorstand Wolff. Der Lithium-Polymer-Akku mache den Preis aus. Ein Stromauto für gut 30 000 Euro wolle die Stadt nicht anschaffen –„auch, wenn die Testphase gut verlaufen sollte“, betont der Bürgermeister.

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