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Die Schüler können kommen.
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Die Schüler können kommen.

Oberursel

Einigung beim Schulschwimmen

  • Götz Nawroth-Rapp
    VonGötz Nawroth-Rapp
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Das Schulschwimmen erfolgt im Oberurseler Taunabad täglich in der Zeit von 10 bis 15 Uhr. In dieser Zeit achten neben den Lehrern auch die Schwimmmeister des Bades auf die Sicherheit.

Das Schulschwimmen kann im Oberurseler Taunabad stattfinden – das ist das Ergebnis eines von Landrat Ulrich Krebs (CDU) einberufenen runden Tisches. Allerdings soll nun nicht wie geplant auch vor zehn Uhr geschwommen werden, sondern täglich in der Zeit von 10 bis 15 Uhr. In dieser Zeit achten neben den Lehrern auch die Schwimmmeister des Bades auf die Sicherheit, der Aufsichtspflicht wird Genüge getan. Die Schulen müssen ihre Stundenpläne gegebenenfalls entsprechend ändern.

Probleme hatte es gegeben, weil Lehrkräfte in Hessen – anders als die Schwimmmeister der Bäder – nur den Rettungsschwimmer in Bronze nachweisen müssen, wenn sie Schulschwimmen beaufsichtigen. Das Becken in Oberursel erreicht aber stellenweise eine Tiefe von 3,60 Meter und ist damit tiefer als die beim Bronze-Abzeichen zu prüfende Tauchtiefe.

Der nun erzielte Kompromiss wurde von der Stadt Oberursel, den Stadtwerken als Badbetreiber und dem Schulamt geschlossen. Der Kreis übernahm eine Moderatorenrolle. Mit der Einigung ist den Oberurseler Schulen das vorrangige Belegungsrecht zugesprochen worden. Wenn sich darüber hinaus Kapazitäten ergeben, können auch anderen Schulen im Einzugsgebiet Schwimmzeiten eingeräumt werden.

Mindestens vier Bahnen

Betreiber des Bades sind die Oberurseler Stadtwerke. Deren Geschäftsführer Jürgen Funke ist zufrieden mit der getroffenen Vereinbarung. Seinen Angaben zufolge waren ursprünglich nur zwei der acht Bahnen im großen Sportbecken für das Schulschwimmen vorgesehen. „Da werden wir sicher noch etwas zugeben, aber es werden nicht mehr als vier Bahnen insgesamt sein“, sagt Jürgen Funke. Die anderen mindestens vier Bahnen des Beckens stünden weiterhin für den regulären Schwimmbadbetrieb zur Verfügung.

Der Oberurseler Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) beurteilt die gefundene Lösung als sehr positiv. Die Verantwortung für die Aufsicht werde nicht einseitig auf die Lehrer abgewälzt. „Das kann jetzt aber nur ein Zwischenschritt sein. Wir müssen das Schulschwimmen schon ab 8 Uhr anbieten“, so Brum. Rechtliche und finanzielle Fragen seien dafür zu klären. „Wir werden uns bei künftigen Beratungen konstruktiv verhalten, aber die Kosten sicher nicht alleine zahlen“, so Bürgermeister Brum.

Das Land Hessen bringe seine Kommunen mit den Regelungen für Schwimmlehrer „in eine sehr schwierige Lage.“ Oberursel sei nicht alleine mit einem tieferen Schulschwimmbecken. In Usingen etwa sei es genau so, meint Brum. Beim dortigen Taunusbad ist allerdings der Hochtaunuskreis selbst der Betreiber. Und stellt in dieser Funktion sicher, dass Schwimmmeister dabei sind, wenn Schulkinder ins tiefe Becken steigen.

Derzeit gilt in Hessen eine Übergangsfrist für Lehrkräfte. Bis spätestens Ende Juli haben sie das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze nachzuweisen, wenn sie Schwimmunterricht beaufsichtigen. Künftig gilt ein Fünf-Jahres-Rhythmus, in dem der Nachweis regelmäßig neu zu erbringen ist. Weil kein Unterricht ausfallen soll, können bis Ende Juli Lehrer aber auch ohne das Vorliegen eines aktuellen Nachweises im Schwimmbad unterrichten.

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