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FR-Chronik

Eine U-Bahn bis zum Untertor

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts treibt das Thema "U-Bahn" die Politiker in Bad Homburg um. Die FR skizziert den mühsamen Prozess in einer Chronik.

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts treibt das Thema "U-Bahn" die Politiker in Bad Homburg um. Unzählige Ideen, Varianten und Pläne werden ins Spiel gebracht, hitzig diskutiert, geprüft und am Ende verworfen. Es geht um die Fortführung der U2 von Gonzenheim entlang des Dornbachs und der Frankfurter Landstraße ins Zentrum der Kreisstadt.

Im Frühjahr 1990 plädieren CDU und SPD für eine U-Bahn von Gonzenheim zur Thomasbrücke. Postwendend formiert sich eine Front von 843 Bad Homburgern, die gegen dieses Vorhaben protestieren.

Mitte Juli 1992 schlägt Stadtbaurat Wolfgang Weber (CDU) eine neue Trasse vor: Die Bahn soll von Gonzenheim über Hessen- und Hindenburgring zum Untertor am Schloss fahren. Dagegen bildet sich die Bürgerinitiative "Rettet den Dorn- und Heuchelbach".

Am 1. Juni 1994 sind acht Verlängerungs-Varianten auf dem Tisch. Von der Strecke an Dorn- und Heuchelbach hat man sich verabschiedet. 250 Millionen Mark soll das Ganze nun kosten. FDP und Grüne lehnen aus ökologischen und finanziellen Gründen alles ab. Am 13. Oktober beerdigt das Stadtparlament mit großer Mehrheit diese U-Bahn-Pläne.

Drei Jahre später taucht die Idee einer Route von Gonzenheim zum Bahnhof Bad Homburg im Programm der CDU auf.

Im Herbst 1999 plädiert der Agenda 21-Arbeitskreis für die Verlängerung der U2 zum Bahnhof. Oberbürgermeister Reinhard A. Wolters (CDU) bläst ins gleiche Horn die Gleise sollen an die vorhandene S- und Taunusbahn-Strecke angelegt werden.

Im Jahr 2003 lehnt OB-Kandidat Peter Vollrath-Kühne (FDP) das "U-Bahn-Monster" rundweg ab. Die Stadt lässt trotzdem drei Varianten näher untersuchen.

Anfang 2005 favorisiert der Magistrat eine unterirdische Routenführung. Der eingleisige Tunnel soll eine Länge von 275 Metern haben. Die Verhandlungen mit Bund und Land wegen der Finanzierung beginnen.

2007 gibt die Stadt grünes Licht für eine Entwurfsplanung des 30 Millionen-Projekts. Die Trasse soll 1,6 Kilometer über die Frankfurter Straße und unter der S-Bahn-Brücke zum Bahnhof führen. Hinter der Gonzenheimer Haltestelle wird ein 360 Meter langer Tunnel eingeplant. Im Gespräch ist ein Baubeginn im Jahre 2010.

Zwei Jahre danach könnten die ersten Bahnen auf dieser Strecke fahren.

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