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Eine im Taunus einmalige Formation

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Buchstein und Saienstein bilden gemeinsam die Eschbacher Klippen. Mit ihren spitzen Kanten setzen sie sich wie eine Festung vom Rest der Landschaft ab - und locken Kletterer und Wanderer magisch an.

Von Jonathan Vorrath

Malerische grüne Hügellandschaften sind das Markenzeichen der Region rund um den Taunus. Besonders im Hintertaunus gibt es bewaldete runde Bergkuppen so weit das Auge schaut. Kurz hinter dem Usinger Stadtteil Eschbach allerdings wird das harmonische Bild von steil in den Himmel ragenden Felsen gestört. Mit ihren spitzen Kanten setzen sie sich wie eine Festung vom Rest der Landschaft ab.

Buchstein und Saienstein bilden gemeinsam die Eschbacher Klippen. Sie sind ein beliebtes Ausflugsziel bei Wanderern und Kletterern.

Aber wie kommt es eigentlich, dass mitten im Wald ein so imposanter Felsen entsteht? Die Erklärung ist nicht ganz einfach: Die Klippen bestehen überwiegend aus Quarz und sind nur die sichtbare Spitze eines bis zu 80 Meter breiten, sogenannten Quarzgangs. Quarzgänge wie diesen gibt es häufig im Taunus. Aber nirgendwo sonst ragen sie so weit aus der Erde heraus. Bleibt dennoch die Frage, wie es gerade an dieser Stelle zu der Herausbildung der Klippen kommen konnte. Die Antwort liegt weit in der Vergangenheit: Die Klippen sind geologisch gesehen an eine Verwerfung gebunden, eine Störung, die sich nach der Entstehung des Taunus gebildet hat. Ursprünglich handelte es sich um einen Schwerspatgang.

Schwerspat ist ein Mineral, das nach und nach fast vollständig durch Quarz ersetzt wurde. Quarz ist fester als das umliegende Gestein. Deshalb wurden die Eschbacher Klippen bei der Abtragung des Gebirges herauspräpariert.

Das Alter der Eschbacher Klippen beträgt etwa 270 Millionen Jahre. Durch die stete Abtragung ragen sie heute an der höchsten Stelle 15 Meter aus dem Boden. Es ist davon auszugehen, dass sie auch in Zukunft weiter wachsen werden. Es wird aber noch einige Zeit dauern bis für ihre Besteigung ein Base Camp errichtet werden muss.

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