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Eine tanzende Königin

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Von: Fabian Böker

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Maria I. hat mit ihrer Vorgängerin Franziska I. gemeinsam Abitur gemacht.
Maria I. hat mit ihrer Vorgängerin Franziska I. gemeinsam Abitur gemacht. © Monika Müller

Die Studentin Maria Jacob (23) ist das neue Aushängeschild des Bad Homburger Laternenfestes. Tanzen ist einer ihrer Leidenschaften.

Es ist mal wieder ein Mädchentraum, der sich in Bad Homburger erfüllt. Maria Jacob wird die nächste Laternenkönigin, diese Entscheidung steht nun fest. Für die 23-Jährige, die als Maria I. ihr Amt ausüben wird, ist der Begriff „Mädchentraum“ dabei mehr als nur eine Floskel.

Als gebürtige Bad Homburgerin hat sie das Laternenfest von Klein auf wahrgenommen und besucht. Sie erinnert sich an viele Erlebnisse, zunächst als Kind und Jugendliche auf dem Festplatz, später, als junge Erwachsene, zog und zieht es sie eher an die Stände auf der Louisenstraße.

Im Gegensatz zu vielen Altersgenossinnen hatte Maria Jacob aber auch schon früh das Privileg, hinter die Kulissen des Festes zu schauen. Ihr Vater Michael Jacob, der 2014 verstarb, war in Bad Homburg quasi überall dabei. Er war Berichterstatter über das Laternenfest, „so dass ich als Kind auch schon bei Interviews mit der Laternenkönigin dabei war“, erinnert sich Maria.

Zudem war ihr Vater lange Jahre aktiv beim Homburger Carneval-Verein (HCV), bei dem Tochter Maria nun seit einem Jahr auch in der Prinzengarde tanzt. „Tanzen ist einer meine meiner großen Leidenschaften“, sagt die 23-Jährige. Als Mitglied der Garde lief sie vergangenes Jahr auch schon beim Laternenfest-Umzug mit.

Damals noch als Teil des Fußvolks, wird sie in diesem Jahr als Königin dabei sein. Auf den Umzug freut sie sich sehr. Aber auch auf das Windhunderennen, das Feuerwerk – und natürlich auf das Kleid. „Das ist etwas ganz, ganz Besonderes“. Die Vorfreude ist ihr anzumerken. Nächste Woche schon hat sie den ersten Termin bei der Schneiderin.

Danach folgen Teilnahmen an Treffen des Laternenfestvereins, nach dem Fest geht es mit unzähligen Außenterminen bei Vereinen und an Schulen weiter. Aber Maria Jacob wollte es ja so, seit Kindesbeinen.

Dass es in diesem Jahr dennoch ihre erste Bewerbung war, hatte zwei Gründe. Bis zum 20. Lebensjahr durfte sie wegen des Mindestalters nicht, danach hat es zwei Mal „nicht gepasst“, so die Germanistik- und Anglistik-Studentin, die nach dem Studium einen Job in der Verlagsbranche anstrebt.

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