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Disco-Fever (Symbolfoto)
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Disco-Fever (Symbolfoto)

Schlafstadt Oberursel

Die Disco bleibt ein Traum

  • VonJürgen Streicher
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Die Oberurseler Jugendlichen hätten gern eine Disco im eigenen Ort. Doch die Stadt hat einfach keinen Erfolg bei der Investoren- und Standortsuche. Von Jürgen Streicher

Wenn gegen 22 Uhr die Bürgersteige im Städtchen hochgeklappt werden, langweilen sich Jugendliche häufig. Vor allem an Wochenenden, dann geht es kurz vor Mitternacht erst richtig los. Der Erlebnishunger ist groß, gute und kostengünstige Freizeitangebote aber fehlen. Eine Diskothek gibt es auch nicht. Ausweichplätze sind öffentliche Räume, Parks und andere Plätze, Ärger ist programmiert.

Im neuen Wohngebiet Camp King fordern Anwohner nach Ärger mit Jugendlichen die Schließung der Parkanlage um 20 Uhr, eine Einzäunung des Geländes, Alkoholverbot und einen Sicherheitsdienst. Überspannte Reaktionen? Das findet etwa Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), kündigt aber gleichzeitig "koordiniertes Vorgehen an, um die Probleme in den Griff zu bekommen".

Wie aber Jugendliche nachts von der Straße holen und ihnen die Möglichkeit geben, sich körperlich auszutoben, damit kein Frust und keine Langeweile aufkommen? Eine Alternative zum "Herumhängen auf der Straße, in Clubs, Kneipen oder Discos", so Sozialdezernent Dieter Rosentreter (FDP), schaffen? Ein Angebot offerieren, das Jugendliche erreicht, die Angebote der Jugendarbeit sonst ablehnen?

Die Disco in der Stadt, immer wieder gefordert in Jugendforen, bleibt weiterhin ein Traum. Der jüngste Magistratsbericht dazu listet die Probleme detailliert auf, alle bisherigen Überlegungen haben sich als "nicht umsetzbar erwiesen". Die Idee, eine Diskothek im Obergeschoss des geplanten Großmarktes im Gewerbegebiet Drei Hasen anzusiedeln, scheiterte am Scheitern des Gesamtprojektes Toom-Markt, den der Planungsverband nicht zuließ.

Konflikte mit Anwohnern

Im Gewerbegebiet Oberstedten war schon beim Bau des Bowlingcenters 2004 die Rede von einer angedockten Disco, einen passenden Betreiber fand der Investor nicht. Ein Problem: die begrenzte Fläche für ein schlüssiges Konzept, vor allem für Parkplätze. Und der zu erwartende "Wahnsinnskonflikt" (Brum) mit Anwohnern, wobei ein Gewerbegebiet noch am ehesten als Standort in Frage käme.

Ein anderes Problem: Potenzielle Investoren, die immer mal wieder bei der Stadt vorsprechen, haben eher zahlungskräftige Kunden jenseits der 30 im Blick als Jugendliche mit schmalem Budget. So aber lautete der Auftrag des Stadtparlaments an den Magistrat: Sich für eine Diskothek für Jugendliche und junge Erwachsene im Stadtgebiet stark zu machen und mit der Wirtschaftsförderung "intensiv und offensiv" nach einem Investor zu suchen. "Wir tun uns schwer", lautet das aktuelle Fazit von Brum, Hoffnung kann er trotz Kontakt mit zwei weiteren Interessenten kaum wecken.

Die aktuelle Alternative ist Mitternachtssport mit Musik, ein Action-Programm für Jugendliche von 22 Uhr bis 2 Uhr morgens. Drei Termine sind 2009 vorgesehen, darunter ein Open-Air-Event am 25. Juli. Erste Veranstaltung ist am 18. April in den Sporthallen Bleibiskopfstraße. Rund 80 Jugendliche hatten die Premiere im Vorjahr begeistert aufgenommen, bei um Tanz und Box-Training erweitertem Programm werden jetzt noch mehr junge Menschen zum Mitternachtssport erwartet.

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