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Dierolf wechselt in die NHU-Fraktion

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Der Stadtverordnete Axel Dierolf gibt sein CDU-Parteibuch ab. Damit hat die schwarz-gelbe Koalition in Bad Homburg nur noch eine Stimme Mehrheit.

Von Anton J. Seib

Axel Dierolf ist aus der CDU ausgetreten, hat sein Stadtverordnetenmandat allerdings behalten. Er hat sich der Fraktion der Neuen Homburger Union (NHU) angeschlossen, die damit vier statt vorher drei Stadtverordnete stellt. Durch Dierolfs Übertritt hat die CDU/FDP-Koalition nur noch eine Stimme Mehrheit.

NHU-Vorsitzender Hans-Peter Schäfer und Fraktionschef Holger Fritzel stellten ihren prominenten Neuzugang gestern in einer Pressekonferenz vor. Schäfer sagte, Dierolf stehe für „Aufrichtigkeit, Glaubwürdigkeit und Geradlinigkeit“. Er habe stets nach der Wahl vertreten, was im CDU-Wahlprogramm gestanden habe. Dafür sei er in der CDU diffamiert und ausgegrenzt worden, so Schäfer.

Dierolf soll künftig für die NHU, zu der sich ehemalige CDU-Politiker nach parteriinternen Querelen 2005 zusammengeschlossen hatten, eine bedeutende Rolle spielen. Der Rechtsanwalt und Unternehmer werde einen aussichtsreichen Platz auf der Kommunalwahlliste erhalten, kündigte Schäfer an. Über die Kandidatenliste entscheiden die Mitglieder am 10. Dezember. Bis zum Ende der Legislaturperiode wird Dierolf die NHU im Verkehrsausschuss und im Bau- und Planungsausschuss anstelle des erkrankten Peter Braun kommissarisch vertreten.

Die NHU stehe für „Verlässlichkeit, Worthalten, Ehrlichkeit und Offenheit“, sagte Dierolf gestern. Das sind Eigenschaften, die er bei der CDU vermisst. „Unter der jetzigen Führung der CDU unter Alfred Etzrodt musste ich leider erkennen, dass eine Erneuerung der Bad Homburger CDU unmöglich ist“, begründete Dierolf seinen Wechsel. Unions-Fraktionschef Etzrodt habe „sukzessive die erste und zweite Reihe“ der Partei entfernt und sei jetzt allein an der Macht. Auf dem Listenparteitag der CDU, auf dem Dierolf als Bewerber scheiterte, habe Etzrodt über ihn die Unwahrheit gesagt. Das habe ein Parteigericht festgestellt. Weil aber weder Etzrodt noch Parteichef Thorsten Bartsch zurückgetreten seien, habe er sich zu seinem Austritt entschlossen, so Dierolf.

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