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Deutlich mehr Unfälle

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Von: Boris Halva

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Statistik belegt für 2016 Anstieg der Unfallfluchten. Dabei drohen darauf empfindliche Strafen. Hauptunfallursachen sind Fehler beim Wenden, Rückwärtsfahren und Abstandsunterschreitungen.

Im vergangenen Jahr gab es in Bad Soden zwar keinen Verkehrstoten zu beklagen – aber die übrigen Zahlen der Unfallstatistik, die jüngst von der Polizeidirektion Main-Taunus für das Jahr 2016 veröffentlicht worden ist, sind alles andere als beruhigend. Denn entsprechend dem kreisweiten Trend ist auch die Zahl der Verkehrsunfälle in Bad Soden deutlich gestiegen.

Während im Jahr 2015 noch 362 Unfälle registriert wurden, waren es voriges Jahr schon 443. Dabei wurden in 56 Fällen auch Personen verletzt: 41 von ihnen leicht, 15 schwer. Trunkenheit und Drogenkonsum waren in fast 400 Fällen die Unfallursache.

171 Mal entfernten sich die Unfallverursacher unerlaubt vom Unfallort. Damit ist die Zahl der Unfallflüchtigen im Vergleich zu 2015 (148) mit 171 Fällen deutlich angestiegen. Es konnten zwar 89 Unfälle geklärt werden – das sind mehr als die Hälfte. „Leider ist die Zahl der Verkehrsunfallfluchten im Main-Taunus-Kreis (42,7 Prozent) im Vergleich zum übrigen Hessen (unter 30 Prozent) überproportional hoch“, heißt es im Bericht. Wird der Unfallflüchtige von der Polizei ermittelt, können empfindliche Strafen drohen. Diese reichen von einer Geldstrafe von bis zu 90 Tagessätzen über einen Punkteeintrag in Flensburg bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis.

Kreisweit und damit auch auf Bad Soden übertragbar sind die Hauptunfallursachen wie Fehler beim Wenden, Rückwärtsfahren und Abstandsunterschreitungen. „Die Unfallursachen Geschwindigkeit und Abstand müssen nach der Erfahrung der Experten gemeinsam betrachtet werden, da bei einem Auffahrunfall meistens ein zu geringer Abstand bei zu hoher Geschwindigkeit die Unfallursache ist“, so die Polizeidirektion.

Nähere Informationen zum Straftatbestand der Verkehrsunfallflucht gibt es beim Regionalen Verkehrsdienst unter Tel. 0 61 90 / 93 60 20. boh

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