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Das sehen Anwohner des Jubi-Parks nicht gerne.  Am Donnerstag beraten Polizei, Stadt und Schulen über Lehren aus der Fete.
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Das sehen Anwohner des Jubi-Parks nicht gerne. Am Donnerstag beraten Polizei, Stadt und Schulen über Lehren aus der Fete.

Jubiläumspark

Chaotisches Besäufnis oder friedliche Feier?

Die Abiturfete im Bad Homburger Jubiläumspark bewegt weiter die Gemüter. Während die Polizei von Exzessen spricht, ist Sozialdezernent Kraft mit dem Verlauf der Open-Air-Party zufrieden.

Von Klaus Nissen

Aus dem Ruder gelaufen ist nach Ansicht der Polizei die große Abiturfeier am Freitag. Der Bericht der Ordnungshüter listet zwei Körperverletzungen, einen Fahrraddiebstahl, eine Sachbeschädigung und einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz auf. 41 betrunkene Jugendliche mussten versorgt werden. In 16 Fällen waren die Betrunkenen unter 16 Jahre alt – die beiden jüngsten zwölf und 13 Jahre.

42 Beschwerden von Passanten und Anwohnern des Jubiläumsparks seien eingegangen. Es ging um zu laute Musik, zerbrochen herumliegende Flaschen und um Jugendliche, die auf Privatgrundstücke pinkelten. Ab 19 Uhr habe es zahlreiche Streitigkeiten zwischen Gruppen betrunkener Jugendlicher gegeben, die von der Polizei geschlichtet werden mussten. Der Aufwand war enorm: Die regulären Funkstreifen der Polizei wurden durch zwölf Polizisten verstärkt, hinzu kamen acht Bedienstete der Stadt, zehn Security-Leute und 25 Mitarbeiter des Roten Kreuzes. 33 Abiturienten waren als Ordner eingeteilt – die nach Einschätzung der Polizei aber ihre Aufgaben vernachlässigten. Nämlich aufzupassen, dass niemand mitgebrachte Spirituosen trinkt.

Fazit: Das „betreute Sich-Betrinken“ der Jugendlichen hat nach Ansicht der Polizei zu Exzessen geführt. „In Königstein, Kronberg und Oberursel arten die Abiturfeiern nicht so aus“, sagte der stellvertretende Polizeisprecher Michael Greulich auf FR-Anfrage. Man müsse darüber nachdenken, im nächsten Jahr die Jugendlichen nur noch durch eine Kontrollschleuse auf den Jubiläumspark zu lassen, um das Einschmuggeln von Spirituosen zu verhindern.

Völlig anders erlebte der Jugenddezernent und Stadtrat Dieter Kraft den Freitag: „Das war die friedfertigste Feier seit Jahren.“ Die Jugendlichen hätten sich an alle Auflagen gehalten. Natürlich habe es auch Betrunkene gegeben. Aber es wäre nicht verhältnismäßig, die Abiturienten mit Ordnungshütern „einzukreisen wie die Schafe“.

Markus Möller von der Eschborner Security-Firma M-Protection bestätigt Krafts Einschätzung. „Die Jugendlichen haben das Recht, auch mal eine Party zu machen.“ Die Fete im Park habe man im Griff gehabt. Arbeit für die Polizei habe es erst nach 19 Uhr mit einigen durch die Stadt ziehenden Jugendlichen gegeben. Das seien oft ungebetene Gäste, die sich selbst auf die Abiturfeier einlüden.

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