Hochtaunus

Millionen für die Schulen

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Der Kreis ist auf den Verkauf von Grundstücken angewiesen.

Mehr als 800 Millionen Euro hat der Hochtaunuskreis bislang in sein Programm „Schulen für das 21. Jahrhundert“ gesteckt, mit dem er nach und nach alle Schulen saniert oder neu errichtet. Das ambitionierte Vorhaben verschaffe dem Landkreis „eine singuläre Stellung“ im Rhein-Main-Gebiet, betont Landrat Ulrich Krebs (CDU). Allerdings ist dadurch auch die Schuldenlast auf 628 Millionen Euro angestiegen.

Die soll im kommenden Jahr nicht weiter wachsen, kündigte Krebs am Montagabend im Kreistag an. In seinem Haushaltsentwurf für 2019 ist keine Netto-Neuverschuldung vorgesehen; es sollen sogar mehr Altschulden getilgt als neue Kredite aufgenommen werden. Dennoch sind für das Schulbauprogramm weitere 36,4 Millionen Euro eingeplant – unter anderem für das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium in Bad Homburg, die IGS Stierstadt und die Hans-Thoma-Schule in Oberursel, die bereits Anfang des Jahres von der Schulgemeinde bezogen werden soll.

Investiert werden könne das Geld aber nur, wenn gleichzeitig entsprechende Einnahmen erzielt werden, mahnte der Landrat. So ist etwa der Verkauf des brach liegenden Areals der alten Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf fest eingeplant.

Die Hochtaunuskliniken schlagen im kommenden Jahr mit 11,3 Millionen Euro zu Buche. Damit zahle der Kreis die Kosten für die Neubauten in Bad Homburg und Usingen ab, erklärte Ulrich Krebs. Für die geplante Kinderklinik sind 200.000 Euro vorgesehen. Der Landrat geht davon aus, dass sie Mitte 2019 ihren Betrieb aufnehmen kann. Allerdings ist dafür noch eine Einigung mit der gemeinsamen Klinik-Gesellschaft von Frankfurt und dem Main-Taunus-Kreis nötig.

Für den laufenden Verwaltungsbetrieb plant der Landrat einen Überschuss von 8,6 Millionen Euro ein. Der sei nötig, um die Vorgaben der Hessenkasse zu erfüllen. Dabei nimmt das Land dem Kreis kurzlaufende Kredite in Höhe von 124,5 Millionen Euro ab. Allerdings muss die Kommune  einen Teil davon selbst finanzieren.

Um den geplanten Überschuss zu erreichen, sollen Kreis- und Schulumlage nicht weiter steigen. Stattdessen will der Landrat Zuweisungen und Zuschüsse um insgesamt 25 Prozent kürzen. Dabei müsse aber niemand auf vereinbarte Zahlungen verzichten, versicherte Krebs. Das Geld sei bereits während der laufenden Haushaltssperre gestrichen worden.

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