Einsatz für Demokratie

Hessel erhält Kogon-Preis

Der KZ-Überlebende und ehemalige UN-Diplomat Stéphane Hessel hat den mit 5000 Euro dotierten Eugen-Kogon-Preis der Stadt Königstein erhalten.

Der KZ-Überlebende und ehemalige UN-Diplomat Stéphane Hessel hat den mit 5000 Euro dotierten Eugen-Kogon-Preis der Stadt Königstein erhalten. Die Jury entschied sich für den in Paris lebenden 91-Jährigen wegen seines stetigen Engagements für Demokratie und Menschenrechte, heißt es von Seiten der Stadt.

Stéphane Hessel wurde 1917 in Berlin geboren. Mit sieben Jahren wanderte die Familie nach Paris aus. Er nahm 1937 die französische Staatsbürgerschaft an und schloss sich im Zweiten Weltkrieg dem Widerstand um de Gaulle an. 1944 wurde Hessel in Paris verhaftet und in die KZs Buchenwald und Dora deportiert. Nach dem Krieg arbeitete Hessel bei den Vereinten Nationen. Als französischer Diplomat war er am Entwurf der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen beteiligt.

Die Stadt Königstein hat den Preis erstmals im Jahr 2002 in Würdigung des Lebenswerks von Eugen Kogon gestiftet, der von 1939 bis 1945 im KZ Buchenwald gefangen war und darüber das Buch "Der SS-Staat" verfasste. Kogon wurde 1903 in München geboren. Er studierte Nationalökonomie und Soziologie. 1945 verfasste er mit Walter Dirks die Frankfurter Leitsätze, das Gründungsprogramm der hessischen CDU. Kogon lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1987 in Falkenstein. (sun)

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