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CDU-Fraktionschef Weiße tritt zurück

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Von: Jürgen Streicher

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Joachim Weiße gibt seinen Posten als Fraktionsvorsitzender der Oberurseler CDU auf. Ein Nachfolger ist aber schon gefunden. Von Jürgen Streicher

Joachim Weiße ist nicht mehr Fraktionsvorsitzender der Oberurseler CDU. Wie der FR erfahren hat, wird der 49-jährige Rechtsanwalt in der Fraktionssitzung heute abend (24. August) offiziell seinen Rücktritt erklären und damit vollziehen, was in politischen Kreisen bereits seit Wochen kolportiert wurde. Neuer Mann an der Spitze der 19-köpfigen stärksten Fraktion im Stadtparlament soll der 36-jährige Betriebswirtschaftler Jens Uhlig sein. Er gehört dem Parlament seit 2006 an und war zuletzt Stellvertreter Weißes.

Acht Jahre hat Joachim Weiße die CDU-Fraktion nach dem Rücktritt seiner Vorgängerin Claudia Maruska-Rau wegen Betrugsvorwürfen geführt. In dieser Zeit fiel immer wieder sein Name, wenn Posten im hauptamtlichen Magistrat zu vergeben waren. Sein Interesse daran hat Weiße auch nie geleugnet, die rechte Unterstützung der Partei hat ihm aber im entscheidenden Moment stets gefehlt. Weiße: "Wer Politik macht, weiß was das bedeutet, dazu gehören auch Niederlagen."

Als Ende seiner politischen Ambitionen will Weiße seinen Rücktritt nicht verstanden wissen. Damit sei "keine Planung aufgegeben, ich halte mein Leben offen". Wohl aber will der frühere Fastnachtsprinz und Pfarrgemeinderat in Liebfrauen in Zukunft eher die berufliche Karriere in den Vordergrund stellen. Er habe "noch einiges vor", sagte der Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht gestern. Fachanwalt für Familienrecht und Notar seien berufliche Ziele, die Gründung eines Haus- und Grundbesitzervereins für Oberursel gehöre auch dazu.

Im Oktober feiert der Ur-Oberurseler seinen 50. Geburtstag, Zeit für eine "andere Lebensplanung", wie der Kommunalpolitiker findet. In der Fraktion wird er weiterhin mitarbeiten, den Vorsitz im Bau- und Umweltausschuss will er behalten und auch seinen Sitz im Aufsichtsrat der Stadtwerke Holding. Aber nicht mehr "sieben Tage in der Woche politisch aktiv sein".

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