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Armut im Reichtum: Die Tafel in Bad Homburg bekommt immer mehr Zulauf.

Wende in Sozialpolitik

Krebs redet mit Kirchen

Die Dekanatsbüros haben es geschafft. Der Landkreis ist endlich bereit zum Dialog zu grundsätzlichen sozialpolitischen Fragen.

Die Dekanatsbüros haben es endlich geschafft. Schon seit längerem wünschen sich sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche einen besseren Dialog mit dem Landkreis zu grundsätzlichen sozialpolitischen Fragen. Landrat Ulrich Krebs (CDU) hat ihnen jetzt zugesagt, sich mindestens einmal im Jahr zu einem sozialpolitischen Jour fixe mit den Dekanen Paul Lawatsch (Katholische Kirche) und Michael Tönges-Braungart (Evangelische Kirche) zusammenzusetzen. So hat das sozialpolitische Forum der Kirchen in der Bad Homburger Stadtbibliothek am Montagabend ein handfestes Ergebnis gefunden.

Zuvor hatten sowohl die beiden Dekane als auch Karin Dhonau, Vorsitzende der Liga der freien Wohlfahrtspflege, die fehlende Dialogbereitschaft in Grundsatzfragen kritisiert. Bei Einzelfällen sei die Zusammenarbeit oft hervorragend, sagte Tönges-Braungart. Dhonau bemängelte vor allem, dass es keine regelmäßigen Besprechungen zwischen Kreis und Wohlfahrtsverbänden gebe. Andernorts sei das durchaus üblich. So sei die Politik für die freien Träger wie Caritas und Diakonie indes oft intransparent. Auch fehle im Hochtaunuskreis nach wie vor ein Hartz-IV-Beirat. (ak)

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