Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Burgmauern werden geknackt

Kronberg Neuer Turm mit Aufzug ersetzt die alte Wendeltreppe / Weitere Umbauten

Von Klaus Nissen

Es dauert 670 Jahre, bis die Burg der Herren von Cronberg endlich einen behindertengerechten Zugang erhält. Im Herbst beginnt der Bau eines Aufzugturms an der Nordseite der Mittelburg. Der frei stehende Neubau aus Glas und Stahl wird vier mal vier Meter umfassen und drei Stockwerke hoch. An den Außenwänden zieht sich eine Treppe hinauf. Gläsern überdachte Stege führen in die oberen Etagen der Burg. Dafür müssen die dicken Außenmauern der Mittelburg durchbrochen werden. Die Denkmalbehörde habe das schon genehmigt, teilt Kronbergs Bürgermeister Klaus Temmen mit.

Bislang führt nur die enge historische Wendeltreppe in der Burg nach oben. Deshalb kann nur der untere Saal für Hochzeiten, Jubiläen und Firmenveranstaltungen genutzt werden. Der neue Aufzug ermöglicht laut Temmen auch die Nutzung des oberen Rittersaals und des Saals im zweiten Obergeschoss. So bekomme die Burgstiftung bessere Möglichkeiten, genug Geld für den Erhalt der Burg zu verdienen.

Zunächst kostet das Ganze einmal Geld: Der Treppenturm wird auf 754000 Euro taxiert. Bis zum Jahr 2015 will die Burgstiftung rund 1,2 Millionen Euro investieren, sagt Temmen. Im Untergeschoss der Burg sollen moderne Sanitärräume und eine Küche eingerichtet werden. Der Terracottasaal müsse außerdem renoviert werden. Nachdem der Burgverein 130000 Euro von Sponsoren aufgetrieben hat, bewilligte die Stadt für dieses Jahr 200-000 Euro aus ihrem Etat für den Umbau. Die gleiche Summe soll 2010 fließen.

Im April 2008 öffnete ein Museum im Erdgeschoss des Mittelbaus. Dort und im zwei Burgräume umfassenden Stadtmuseum gibt es Exponate und Informationen über die 1704 verstorbenen Burgherren, die Rettung der zum Abriss erkorenen Burg durch Kaiserin Victoria und die spätere Nutzung als katholische Schule.

1992 kaufte die Stadt die Burg von der Hessischen Hausstiftung. In der neuen Burgstiftung verwaltet die Stadt die Burg gemeinsam mit dem rund 300 Mitglieder zählenden Burgverein. Rund 20 seiner Mitglieder führen mittwochs, donnerstags und an Wochenenden stündlich Besucher durchs Museum. An schlechten Tagen kämen nur 20 Leute pro Tag, bedauert der ehrenamtliche Burgführer Gerd Harbers. Vielleicht bringen ja der Treppenturm und die neuen Einbauten Gäste ins höchste Gebäude Kronbergs. Informationen über Veranstaltungen auf der Burg:www.burgkronberg.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare