Um den Philosophenweg gibt es schon lange Streit.

Königstein

Bürgerbegehren in Königstein zulässig

Für die freie Nutzung des Philosophenwegs sind genügend Unterschriften gesammelt worden, nämlich 1600. Am 7. November entscheiden die Stadtverordneten.

Wie Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt hat, ist für das Bürgerbegehren „Philosophenweg für Alle“ die nötige Anzahl von Unterschriften erreicht worden. Die Fragestellung des Begehrens ist somit als zulässig anerkannt worden.

In der kommenden Stadtverordnetenversammlung am 7. November werden nun die gewählten Vertreter entscheiden, ob sie dem Bürgerbegehren stattgeben oder ob es zu einem Bürgerentscheid kommt.

Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) hat jetzt angekündigt, dem Bürgerbegehren zuzustimmen. „Wir sind zuversichtlich, dass auch CDU, FDP, SPD und Grüne die 1600 Königsteiner Bürger ernst nehmen werden, die mit ihrer Unterschrift dafür votiert haben, den historischen Verbindungsweg zwischen Königstein und Kronberg weiterhin für alle Menschen frei zugänglich zu erhalten, und zwar unabhängig von den Zoo-Öffnungszeiten“, so ALK-Fraktionsvorsitzende Nadja Majchrzak.

Trotz der Sommerferien sei es der Initiative innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist von sechs Wochen gelungen, mit 1600 gesammelten Unterschriften weit mehr als die erforderliche Zahl von 1100 zu erhalten. Somit sei die Hürde für ein Bürgerbegehren, die Zustimmung von zehn Prozent der Wahlberechtigten, geschafft.

Die ALK sieht in dem Bürgerbegehren den Ausdruck des Willens zahlreicher Bürger. Diesem, so hofft man in der größten Fraktion des Königsteiner Parlaments, werde sich das Bündnis der Parteien nicht verschließen.

Die Intention der Initiative sei es, im Sinne Königsteins erneut in Verhandlungen mit dem Opel-Zoo und der Stadt Kronberg einzusteigen und ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Im Juni war ein Vertrag geschlossen worden zwischen den Kommunen und dem Zoo, wonach der Philosophenweg, der mitten durch den Tierpark führt, nur noch zu den Öffnungszeiten genutzt werden darf, und das auch nur von Anwohnern für maximal 60 Minuten. Somit sollte garantiert werden, dass dem Zoo keine Einnahmen entgehen. 

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