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Bücherei setzt auf Selbstausleihe

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Neues System soll Geld und Zeit sparen / Zuschuss vom Land Hessen.

Die Stadt muss sparen, ihre Einrichtungen sollen stets effizienter werden. In der Stadtbücherei halten nun Transponder und Funkwellen Einzug, um den das Entleihen deutlich schneller zu machen und Personalkosten zu senken. „RFID“ steht für „Radio Frequency Identification“ und meint die Erkennung elektronischer Erkennungsmarken durch ein Lesegerät.

Mit diesen Marken, den sehr flachen RFID-Transpondern, wurden alle 53 000 entleihbaren Medien der Stadtbücherei versehen. Mit einem speziellen Lesegerät können sie aus der Nähe, aber ohne eigentliche Berührung, gescannt werden. Das läuft per Funkübertragung und funktioniert auch stapelweise.

Selbst ist der Nutzer künftig bei der Ausleihe. Die Mitarbeiterinnen an der Theke stehen zwar für Auskünfte und Hilfestellung bereit. Wer aber etwas entleihen will, zieht fortan selbst seine Bücher und CDs am Scanner vorbei.

Kosten von 109 000 Euro

Das geht dann deutlich schneller als früher, bei zuletzt knapp 330 000 Entleihen pro Jahr läppert sich die gesparte Zeit. Perspektivisch soll so eine halbe Stelle in der Stadtbücherei eingespart werden. Die Kosten des Systems liegen bei 109 000 Euro, das Land Hessen schießt rund 40 000 Euro Förderung zu. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist das Geld gut angelegt.

Sowohl den Kunden als auch den Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei mache die Technik das Leben leichter, meint Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne). Medien sollen künftig nach der Rückgabe schneller wieder zur neuen Entleihe verfügbar sein, das Personal kann sich verstärkt um die Beratung kümmern. Und gegen Diebstähle sei man auch besser gewappnet, dank RFID.

Die Stadtbücherei in der Eppsteiner Straße 16-18 ist online unter www.oberursel.de/tourismus/bildung-kultur/stadtbuecherei/

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