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Blumenpracht für alle

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Besuch in einem Bad Homburger Garten - bald ganz offiziell möglich.
Besuch in einem Bad Homburger Garten - bald ganz offiziell möglich. © FR/Schick

Die Stadt plant die ersten Bad Homburger Gartentage. Dabei sollen Gartenbesitzer sollen Besucher hinter Hecken und Tore schauen lassen. Von Jonathan Vorrath

Von Jonathan Vorrath

Nach einem langen Winter ist endlich der Frühling gekommen. Mit dem ersten, zarten Grün kommt langsam wieder Farbe in die Natur und in die vielen Gärten. Mancher Garten ist ein wahrhaft künstlerisch gestaltetes Kleinod. Schade, dass viele dieser bunten Biotope meist hinter dichten Zäunen oder hohen Mauern versteckt liegen und sich nur wenige Menschen an ihrer Pracht erfreuen können.

Um dies zu ändern und die Gärten zu öffnen, hat Kulturdezernentin Beate Fleige (BLB) gestern das Konzept der ersten Bad Homburger Gartentage 2011 vorgestellt. Dabei orientiert sich die Stadt an Vorbildern aus anderen Bundesländern, wo solche Gartenschauen mit großem Erfolg veranstaltet wurden. Beispiele sind die Reihe "Offene Gartenpforte" der Gesellschaft für Gartenkunst oder die Offenen Gärten Rheinhessen.

Bis zum 31. Mai können sich Interessenten mit ihrem Garten bewerben. "Wir wollen nicht nur die Kommunikation zwischen den Gartenliebhabern, sondern unter den Bürgern allgemein fördern", erklärt Fleige. Deshalb kann jeder Besitzer eines Gartens in Bad Homburg mitmachen, auch wenn es nur ein kleiner Vorgarten ist. Geplant ist, dass alle Bewerber bei einem ersten Treffen selbst entscheiden, wie sie die Gartentage organisieren wollen. "Idealerweise finden sich ein oder zwei Teilnehmer, die das Projekt federführend anleiten und als Ansprechpartner für die anderen zur Verfügung stehen", erläutert die Kulturdezernentin das Konzept. Es sei wichtig, keine engen Vorgaben zu machen und die planerische Verantwortung an die Bürger abzugeben. Die Stadt stellt lediglich logistische und finanzielle Hilfe wie Werbe- und Pressearbeit zur Verfügung.

Bei der Finanzierung will sich die Stadt an vergleichbaren Veranstaltungen wie der KunstWerkStadt orientieren, die in diesem Jahr mit 15 000 Euro unterstützt wurde. "In Zukunft wollen wir KunstWerkStadt und Gartentage im jährlichen Wechsel veranstalten", sagt Fleige. Von der KunstWerkStadt sollen sich die Organisatoren der Gartentage auch einiges abgucken. Deren Organisationsform mit einem ehrenamtlichen Planungsteam und vielen freiwilligen Ausstellern und Helfern funktioniert seit zehn Jahren vorbildlich und soll daher auch Vorbild für die Gartentage werden.

Gero Fuhrmann, Mitorganisator der KunsWerkStadt, hat bereits seine Hilfe angeboten. "Im Idealfall haben wir im nächsten Jahr mehr Gärten, als man in zwei Tagen besuchen kann", hofft Fleige. Die Gartenpforten sollen sich am 11. und 12. Juni 2011 öffnen.

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