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Bad Homburg

„Bloß kein Metal“

Hardcore-Sänger Mark ist mit seiner Band deutschlandweit unterwegs. In dieses Jahr veröffentlichen die Newcomer ihr erstes Album.

Von Niklas Kaulbersch

Dass Kinder gerne schreien ist wohl bekannt. Dass manche Kinder es Jahre später zu ihrem Hobby machen, dürfte erst einmal überraschen. Nicht so bei Mark: Der 23-jährige Bad Homburger ist Shouter bei der Hardcore-Band „Shattered Lions“.

Schon früh hat er sein Talent entdeckt. „Als meine Mutter mal weg war, habe ich die Musik laut aufgedreht und mitgesungen – und gemerkt, dass das gar nicht so schlecht war“, erzählt Mark. Mit seiner ersten Bad Homburger Band konnte er seine Schreiqualitäten ausprobieren und trainieren ehe er Anfang 2013 zu den „Shattered Lions“ stieß.

Seitdem hat die Band schon fast die ganze Region bespielt, von Auftritten auf dem Laternenfest bis hin zu Konzerten in Frankfurt, Rüsselsheim oder Wiesbaden. Außerdem hatte die Band im letzten Jahr unter anderem Shows in Leipzig, Stuttgart und München. Rund 50 Konzerte hat die Gruppe in den letzten zwei Jahren gespielt. Im vergangenen Sommer hatten die „Shattered Lions“ Auftritte auf einigen Hardcore-Festivals, wo sich das Who-Is-Who der Szene mit den Jungs die Bühnen teilen durfte.

Einflüsse aus Heavy Metal und Hardcore Punk

Die Musik der Band beschreibt Sebastian als „Melodic Hardcore mit Postrock-Einfluss“. Das Genre Hardcore wird auch Metalcore genannt und vereinigt Einflüsse aus Heavy Metal und Hardcore Punk. Die Band vereint harte Gitarren mit passenden Melodien und persönlichen, nachdenklichen Texten. Eines ist Sebastian ganz wichtig: „Schreib bloß nicht, wir machen Metal!“.

Die meisten Konzerte müssen von der Band selbst organisiert werden. „Die Einnahmen aus Gagen und Merchandise reichen meistens gerade so, um die Spritkosten zu decken“, berichtet Sebastian.

Und dann ist da natürlich noch der Alltag. Die fünf Jungs stecken zur Zeit mitten in Studium, Ausbildung oder freiwilligen sozialen Jahr. Sänger Mark studiert Medienmanagement an der accadis Hochschule in Bad Homburg. Zeit zum Proben und Konzerte spielen bleibt nur am Wochenende. „Es ist einfach ein Hobby. Andere Leute spielen Fußball, wir fahren am Wochenende in andere Städte und machen Musik“, erklärt Mark.

Doch die Touren quer durchs Land zahlten sich im vergangenen Jahr aus. Die Gruppe zählt bereits 2000 Fans bei Facebook und bekommt Konzertanfragen aus der ganzen Republik. Bei einem Konzert in Würzburg wurde das dort ansässige Independent-Label „Beyond Hope Records“ auf die Band aufmerksam. Im Dezember ist die Debüt-EP „Empty Handed Heavy Hearted“ erschienen. Die sechs Lieder sind in erster Linie ältere Songs der Band, die überarbeitet und neu aufgenommen wurden. „Insgesamt haben wir für sechs Songs zwei Jahre gebraucht“, sagt Sebastian lachend. Gefeiert wurde die EP auf einer Release-Show in Sachsenhausen.

Jahreswechsel in Österreich

Den Jahreswechsel verbrachten die fünf Musiker bei einer kleinen Tour mit befreundeten Bands in Österreich. Für dieses Jahr ist ein Album mit acht bis zehn Songs geplant, im April soll es dafür ins Studio gehen. Der Stimme von Mark scheint „das ereignisreichste und erfolgreichste Jahr der Band“ (Sebastian) nicht viel auszumachen. „Wenn es mal kratzt, hilft meistens Salbei“, erklärt Mark.

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