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Mit Blaulicht, aber ohne Waffe

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Die Bad Homburger Stadtpolizei fährt jetzt mit neuen Streifenwagen und neuem Namen.

Von Nina Nickoll

Der erste Blick entscheidet über vieles: Sympathie und Abneigung, Vertrauen und Misstrauen. Der Begriff Ordnungspolizei sei durch die NS-Zeit belastet; ein Grund dafür, dass die Bad Homburger Ordnungspolizei jetzt offiziell als Stadtpolizei unterwegs ist, sagt Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD).

Nicht nur der Name ist neu, sondern auch die Streifenwagen: Die zwei alten Opel Astra wurden von zwei je 30000 Euro teuren Opel Zafira abgelöst. Der Name Stadtpolizei klebt auf den hinteren Seitentüren und der Heckklappe der Autos und steht auch auf der Uniform der Ordnungshüter. Geparkt werden die Autos in der Tiefgarage des Rathauses, in dem die Stadtpolizei ihre Zentrale hat, sagt Stadtpolizist Günter Schlewing.

Eingesetzt werden die Stadtpolizisten vor allem im Straßenverkehr, wo sie nicht nur Raser blitzen, sondern auch Ansprechpartner für Fußgänger sind, sagt Krug. „Sie werden vom Ordnungsamt gerufen, kommen bei Verkehrsdelikten oder Nachbarschaftskonflikten zum Einsatz.“ Auch Jugendliche an Brennpunkten wie Spiel- und Bolzplätzen würden kontrolliert, wenn Beschwerden von Anwohnern vorliegen, so Krug.

Beschlossen wurden der Kauf der Neuwagen und die Umbenennung bereits bei den Haushaltsberatungen Ende 2011 im Magistrat, sagt Stadtsprecher Andreas Möring. Es hat fast zwei Jahre gedauert bis die neuen Dienstwagen kamen. Das liege auch daran, dass die Wagen mit Polizeitechnik wie Blaulicht ausgestattet wurden, so Krug. Die alten Autos habe die Stadt nicht neu bekleben wollen, da die Ausmusterung absehbar war. Einer der alten Astras kommt nun auf den Schrottplatz, der andere werde weiter von der Stadt ohne Aufkleber gefahren oder verkauft.

Ein neuer Flyer mit dem Slogan „Stadtpolizei – mit Sicherheit für Bad Homburg“ soll über die Arbeit der Stadtpolizei aufklären, so Krug. Der Flyer liegt im Rathaus im 2. Stock aus, sagt Möring.

19 Stadtpolizisten sorgen in Bad Homburg für Ordnung. Im Außendienst werden sie zusätzlich von vier Mitarbeitern der Sicherheitsfirma Securitas unterstützt. Für ihn ändere sich außer dem neuen Namen nicht viel, sagt Schlewing. In offiziellen Schreiben und Formularen hießen sie weiter Ordnungspolizisten.

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