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Wie man Blau in Rot verwandelt

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Schulabgänger informieren sich im Konzern-Foyer.
Schulabgänger informieren sich im Konzern-Foyer. © Rolf Oeser

Der Gesundheitskonzern Fresenius präsentiert beim Tag der offenen Tür in Bad Homburg seine Ausbildungsgänge. Das Unternehmen will im nächsten Jahr zusätzliche Plätze schaffen.

Von Jonathan Vorrath

Eine große Metallspinne sitzt direkt neben pneumatischen Schaltkreisen. Zischlaute und leises Klackern ertönt, die Maschine sortiert große und kleine Kugeln auseinander. Alles, was es hier zu sehen gibt, ist selbst gebaut. Beim „Tag der offenen Tür für Schulabgänger“ in der Fresenius Firmenzentrale stellen die Lehrlinge ihre Werke aus den Zwischenprüfungen und ihre Ausbildungsprogramme selbst vor.

Das Motto des Tages lautet „Ausbildung interaktiv“. Ausbildungsleiter Jürgen Muthig erklärt die Idee: „Wir wollen, dass die Schulabgänger hier nicht nur eine theoretische Vorstellung von den Tätigkeiten bei Fresenius bekommen. Deshalb haben unsere Auszubildenden aus allen Bereichen hier Versuche und Modelle aufgebaut, die von den Besuchern direkt ausprobiert werden können.“ Bundesweit 40 verschiedene Ausbildungsgänge von naturwissenschaftlichen bis logistischen Berufen bietet das Bad Homburger Unternehmen an.

Im weitläufigen Foyer der Konzernzentrale ist ein kleiner Markt mit einem Stand für jeden Geschäftsbereich aufgebaut. An einem der Stände steht Philipp Gerlach und erläutert die Ausbildungsmöglichkeiten in den Naturwissenschaften. Der angehende Chemielaborant führt gekonnt Versuche mit bunten Flüssigkeiten vor und erklärt den umstehenden Jugendlichen, wie man mit wenigen Tropfen aus einer blauen eine rote Flüssigkeit macht.

Einen Stand weiter führt Dennis Brechtel sein selbst gebautes Armaturenbrett vor. „In der Ausbildung zum Mechatroniker baut man solche Dinge oft in mehrwöchigen Lehrgängen. An diesem Schaltkreis haben wir zu fünft zwei Wochen gearbeitet“, berichtet der Auszubildende im vierten Lehrjahr. Die Ausbildung bei Fresenius mache ihm sehr viel Spaß und auch der Einstellungstest am Anfang sei mit ein wenig Vorbereitung gut zu meistern, findet der 24-Jährige.

Für diejenigen, die wissen wollten, was sie bei dem Einstellungstest erwartet, waren Berufsberater vor Ort. An Testbögen etwa konnte ausprobiert werden, wo noch Nachholbedarf besteht. Auch Annika Boehmke hat vor ihrer Ausbildung einen solchen Test absolviert. Sie hat sich für das duale Studium entschieden. „Das ist natürlich sehr zeitaufwendig, weil man in den Semesterferien hier im Unternehmen ist. Aber es lohnt sich auf jeden Fall und die FH in Friedberg ist ja zum Glück auch nicht weit weg“, meint die angehende Informatikerin.

Jürgen Muthig ist zufrieden mit dem Zuspruch: „Ich denke, es war wieder ein Erfolg. Für dieses Jahr haben wir 53 Auszubildende eingestellt und erwarten für nächstes Jahr eine leichte Steigerung auf bis zu 56 Einstellungen an den Standorten Bad Homburg, Oberursel und Friedberg.“ Und das trotz leichten Bewerberrückgangs im Vergleich zu den 2600 Bewerbungen im Jahr 2009. Damit gehört Fresenius zu den 25 größten Ausbildungsbetrieben im Bezirk der IHK Frankfurt.

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