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Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU).

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Beuth unterstützt Wimbledon-Plan

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Nach einem Treffen in London sehen die Vertreter der Stadt positive Signale für ein WTA-Turnier im Kurpark. Am Tisch saß auch der hessische Innenminister.

Noch ist nicht entschieden, ob die besten Tennisspielerinnen der Welt im kommenden Jahr im Bad Homburger Kurpark zu sehen sein werden. Doch die Unterstützung für den Plan, ein Vorbereitungsturnier für Wimbledon zu etablieren, wächst.

Bei einem Treffen Ende vergangener Woche in Wimbledon saßen nicht nur Vertreter der Stadt und die beiden Initiatoren Markus Günthardt und Aljoscha Thron mit am Tisch, sondern auch Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU). Das bestätigte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag auf Anfrage der FR.

Das Vorhaben könne „eine Veranstaltung mit besonderer Strahlkraft“ für ganz Hessen werden, erklärte der Sprecher. Welche konkrete Unterstützung das Land dabei leisten könne, sei aber noch offen. Peter Beuth sei wegen Gesprächen zu Sicherheitsthemen ohnehin in London gewesen und habe deshalb an dem Treffen in Wimbledon teilgenommen.

Ziel der Initiatoren ist es, zusammen mit dem All England Lawn Tennis and Croquet Club ab 2020 in der Woche vor dem Wimbledon-Start ein zusätzliches Vorbereitungsturnier der Women’s Tennis Association (WTA) ins Leben rufen. Aktuell gibt es in diesem Zeitraum lediglich einen Wettbewerb im englischen Eastbourne.

Für das einwöchige Turnier müsste die Anlage des TC Bad Homburg aufwendig umgebaut werden. Der zentrale Platz soll dauerhaft einen Rasenbelag erhalten. Auf den benachbarten Sandplätzen würden während des Turniers Tribünen für bis zu 3500 Zuschauer errichtet. Außerdem sollen vor dem markanten Thai-Tempel zwei temporäre Tennisplätze entstehen. Der TC stehe voll hinter den Plänen, betont der Vorsitzende Uwe Eyles.

Auch von dem Treffen in Wimbledon seien „sehr positive Signale“ ausgegangen, sagt Bad Homburgs Rathaussprecher Marc Kolbe. Als Vertreter der Stadt waren Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Stadtkämmerer Meinhard Matern (beide CDU) und Kurdirektor Holger Reuter nach England gereist. Dabei sei auch ein Finanzierungskonzept ausgearbeitet worden. Konkrete Zahlen will die Stadt aber noch nicht nennen. „Noch sind nicht alle Steine aus dem Weg geräumt“, so Kolbe.

Auch Aljoscha Thron, Manager von Deutschlands bester Tennisspielerin Angelique Kerber, hält sich vorerst bedeckt. Gemeinsam mit dem früheren Schweizer Tennis-Profi Markus Günthardt, der seit einigen Jahren das WTA-Turnier in Stuttgart organisiert, hat er die Idee für den neuen Wettbewerb in Bad Homburg entwickelt. Er hoffe auf eine schnelle Entscheidung, sagt Thron. Erwartet wird sie für Ende Juli oder Anfang August.

Sollte es ein positives Votum geben, wirbt der FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Naas bereits für eine finanzielle Unterstützung durch das Land und den Hochtaunuskreis. Naas, der auch Fraktionschef der FDP im Kreistag ist, rechnet mit einem „unbezahlbaren Werbeeffekt für die gesamte Region“. Da will die CDU nicht nachstehen. „Wir haben die einmalige Chance, einen echten Magneten für die gesamte Region zu schaffen“, erklärt deren Fraktionsvorsitzender Gregor Sommer.

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