Justiz

Betrug auf Krankenhausbaustelle in Bad Homburg

Die Staatsanwaltschaft hat Haftstrafen im Prozess um die Schwarzarbeit beantragt.

Im Prozess um Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung mit einem Gesamtschaden von mehr als 9,2 Millionen Euro hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag viereinhalb Jahre Haft für den Hauptangeklagten gefordert. Vor dem Landgericht Frankfurt beantragte der Anklagevertreter für die fünf weiteren Angeklagten Strafen von bis zu zweieinhalb Jahren. Sie hatten sich in unterschiedlichen Funktionen in der betrügerischen Baufirma betätigt.

Bei einer Kontrolle auf der Baustelle eines Krankenhauses in Bad Homburg waren mehrere Arbeitnehmer mit falschen oder fehlenden Arbeitspapieren aufgefallen. Eine Überprüfung ergab, dass der Hauptangeklagte zwischen 2012 und 2014 die meisten seiner Arbeiter nicht oder nur teilweise bei der Kranken- und Rentenversicherung angemeldet und überdies mit Scheinrechnungen und falschen Arbeitspapieren gewirtschaftet hatte. Allein die Krankenkasse verzeichnete einen Schaden von rund sechs Millionen Euro.

In dem Verfahren legten die sechs Angeklagten Geständnisse ab. Das Verfahren gegen einen siebten Beschuldigten wurde eingestellt. (dpa)

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