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In der Betonspindel aufwärts

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Von: Olaf Velte

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Das sanierte „Parkhaus am Markt“ kann mit einer speziellen Zufahrt aufwarten: In einer Betonspindel geht es Kurve um Kurve aufwärts. Noch sind nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen, doch 45 von insgesamt 87 Stellplätzen können schon benutzt werden.

Vor drei Wochen wurde das „Parkhaus am Markt“ eröffnet. Was mit neuem Namen daher kommt, ist den Bad Homburgern als Parkstätte des ehemaligen Woolworth-Kaufhauses seit langem bekannt. Noch sind nicht alle Bauarbeiten in dem sanierten Gebäude abgeschlossen – 45 von insgesamt 87 Stellplätzen können jedoch benutzt werden.

Derzeit werden die Lärmschutzvorrichtungen montiert, auch das blau leuchtende Zufahrtstransparent fehlt noch. Nach Auskunft der Kur- und Kongress GmbH, die das Haus angemietet hat, wird „Am Markt“ im kommenden Frühjahr in das Parkleitsystem der Stadt aufgenommen. Dann werden den Autofahrern an Werktagen zwischen 8 und 22 Uhr zwei hochgelegene Etagen zur Verfügung stehen. An Sonn- und Feiertagen bleiben die Tore zu – eine Regelung, die dem angrenzenden Wohnquartier geschuldet ist. Die Stellplätze entsprechen weitgehend den früheren Abmessungen, den Größen der heute so beliebten Geländelimousinen konnte nicht Rechnung getragen werden. Die Vorgaben, so die Kur- und Kongress GmbH, hätten einen radikalen Neuschnitt nicht zugelassen.

Gerade an den Markttagen sei die zusätzliche Fläche willkommen, die Kurhaus-Garage dienstags und freitags oft überlastet. Eine Beobachtung, die auch von der Stadtverwaltung geteilt wird. „Durch die Neuöffnung hat sich die Lage deutlich entspannt“, sagt Sprecherin Roswitha Hoflender. Hilfreich sei auch das Parkraumbewirtschaftungskonzept: „Es hat sich bewährt – die Zahl der Dauerparker ist deutlich zurückgegangen.“

Wer das alte Woolworth-Ensemble ansteuert, kommt in den Genuss eines seltenen Parkvergnügens. Die Zufahrt von der Haingasse mündet in einen Betonzylinder, in dem es Kurve um Kurve nach oben geht. Sein Ticket lösen kann nur, wer schwindelfrei die Spindel bewältigt hat. Die Ausfahrt ist wie ehemals über die Elisabethenstraße organisiert.

Während das Markt-Parkhaus in neuem Glanz strahlt, herrscht eintöniges Grau in der Karstadt-Garage. Hier sollte ein Neubau bereits zum Weihnachtsgeschäft 2011 in Betrieb gehen. Von einem verdoppelten Stellflächenangebot auf sechs Etagen war die Rede. Getan hat sich bis heute nichts. Angeblich ist das Gelände in den Besitz eines Bad Hersfelder Unternehmens übergegangen. Bad Homburg, das sich in Millionenhöhe an den Maßnahmen beteiligen wollte, hält an seinem Engagement fest. „Wir würden einen Neubau gerne unterstützen, haben derzeit aber keinen Einfluss auf die Entwicklung.“

Neun Parkhäuser gibt es in der Stadt, fast 2500 Fahrzeuge können untergebracht werden. Die Kur- und Kongress GmbH ist für Kurhaus, Schloss, Casino und Am Markt verantwortlich und betreut die städtische Rathaus-Garage. Karstadt, Louisen-Center, Louisen-Arkaden und Seedammbad sind unter ortsfremder Regentschaft.

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