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Besucher im Tunnel

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Auch die Besucher des Hessentags 2011 in Oberursel müssen durch einen Tunnel - nach der Katastrophe bei der Loveparade wird da manchem ziemlich mulmig.

Die Massenpanik während der Duisburger Loveparade, bei der am vergangenen Wochenende 21 Menschen starben, beschäftigt die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG). Grund: Die Stadt ist 2011 Gastgeber des Hessentags. In der Vergangenheit wurden laut offiziellen Angaben beim zehn Tage dauernden Hessentag, der jährlich in einer anderen Stadt zu Gast ist, rund eine Million Besucher gezählt.

In einem Schreiben an die Stadtverordnetenvorsteher Oberursels fordert die OBG nun eine „realistische Einschätzung“ der möglichen Besucherzahlen des Hessentags. Denn nur „mit echten Zahlen lässt sich das Sicherheitsrisiko, das die Stadt Oberursel als Veranstalter eingeht, besser kalkulieren“, betont der OBG-Fraktionsvorsitzende Christoph Müllerleile in dem Schreiben. Zudem möchte die OBG wissen, wie es um das Sicherheitskonzept der Veranstaltung steht.

Tatsächlich gebe es in Oberursel eine Stelle, die „besonders beachtet“ werden müsse, erläutert Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP). Dazu gehöre die Fußgängerunterführung nach Bommersheim, die zugleich zu den S-Bahn-Gleisen führe. „Klar müssen wir sehen, dass Besucher, die mit der Bahn kommen oder nach Hause fahren wollen, da gut durchkommen“, betont der Stadtrat.

Er könne sich vorstellen, dass Ordner dafür sorgen würden, dass niemand in den Tunnel gelangen könne, wenn eine S-Bahn halte. Das sei jedoch lediglich eine erste Idee, die Pläne müssten noch genau abgestimmt werden. Mit vielen Menschen im Tunnel rechnet Rosentreter auf jeden Fall. „Beim Hessentag in Stadtallendorf musste ein Fußgängertunnel zeitweise gesperrt werden, weil so viel los war.“

Generell geht Rosentreter von rund einer Million Gästen in Oberursel aus. Die Besucherzahlen der vergangenen Hessentage ließen darauf schließen, und an denen orientiere sich Oberursel. „Außerdem liegt Oberursel nahe Frankfurt, das dicht besiedelte Rhein-Main-Gebiet ist vor der Haustür“, so Rosentreter. ( sojo)

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