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Besucher-Schwund im Opel-Zoo

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Von: Miriam Keilbach

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Dieses Erdmännchen im Opel Zoo blickt in sein verschneites Gehege.
Dieses Erdmännchen im Opel Zoo blickt in sein verschneites Gehege. © dpa

Schlechtes Wetter im zurückliegenden Jahr verursacht im Opel-Zoo einen Besucherrückgang von 15 Prozent - dadurch fehlt rund eine halbe Million Euro im Budget. 2013 sollen insbesondere durch die neue Elefantenanlage mehr Gäste angelockt werden.

Schlechtes Wetter im zurückliegenden Jahr verursacht im Opel-Zoo einen Besucherrückgang von 15 Prozent - dadurch fehlt rund eine halbe Million Euro im Budget. 2013 sollen insbesondere durch die neue Elefantenanlage mehr Gäste angelockt werden.

Der Opel-Zoo hatte im Jahr 2012 deutlich weniger Besucher als im Vorjahr. Nur 579.500 Menschen kamen in den Zoo, 2011 waren es noch 683.000. Dennoch liegt der Zoo noch im Budget – die Werte aus dem Rekordjahr 2011 waren nicht Grundlage für die Budget-Berechnungen, so Zoodirektor Thomas Kauffels. Durch den Besucherrückgang fehlen aber rund 500.000 Euro, die für die neue Elefantenanlage geplant waren. „Wenn wir das durch Spenden einnehmen, sind wir zufrieden mit dem Jahr“, sagt Gerold Dieke, Vorstandsmitglied der Opel Hessische Zoostiftung und ehemaliger Regierungspräsident.

Allein am verregneten Osterwochenende verlor der Zoo gegenüber dem Vorjahr rund 18.000 Besucher. Der Zoo versuche zwar, Schutzplätze zu schaffen, aber er sei ein Ausflugszoo, so Kauffels. „Egal, welche Attraktion da ist, wir sind vom Wetter abhängig.“ Er habe bereits in sieben Zoos gearbeitet und habe nie erlebt, dass in einem Zoo bei Sonne so viel und bei Regen so wenig los sei.

Die neue Elefantenanlage soll 2013 viele Besucher anlocken. „Wir hoffen auf einen Besucheranstieg nach der Neueröffnung, aber erfahrungsgemäß ebbt das nach und nach ab“, so Kauffels. Bis auf das Wetter sei 2012 ein gutes Jahr gewesen, sagt Gregor von Opel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Es war geprägt durch die Bauarbeiten an der neuen Elefantenanlage.“

Nur an ein, zwei Tagen seien die Elefanten unruhig gewesen, so Kauffels, als die Baugrube mit einer Rüttelwalze planiert wurde. „Elefanten nehmen Schwingungen über ihre Füße wahr, an diesen Tagen wollten sie lieber im Haus bleiben.“ Seit dem 10. Januar ist das Dach im neuen Haus errichtet, nun schreitet der Innenausbau voran. Im April sollen die Elefanten langsam umziehen.

Nach und nach sollen die drei Damen mit Futter vom alten ins neue Haus gelockt werden. Wenn die Elefanten sich an den Neubau gewöhnt haben, bleiben sie erst einmal dort, denn nach Ostern sollen die Arbeiten an der Außenanlage beginnen. Die Anlage soll Ende August oder Anfang September offiziell eröffnet werden – mit einem Elefanten mehr.

In der zweiten Aprilhälfte gibt es einen Neuzugang: Der fünfjährige Bulle Tamo aus dem Wuppertaler Zoo zieht nach Kronberg. Irgendwann sollen zwei junge Kühe folgen – und für Nachwuchs sorgen. „Im Moment sind aber keine Kühe verfügbar“, sagt Kauffels. Aruba, Wankie und Zimba leben schon seit 28 beziehungsweise 30 Jahre im Opel-Zoo und sind zu alt für die Zucht. Die neue Anlage ist für einen Bullen, vier Kühe und bis zu vier Jungtiere konzipiert.

Geplant waren 10,4 Millionen Euro für den Neubau, „um das einzuhalten, müssen wir noch fantasieren“, sagt Kauffels. Die Kosten für die technische Ausstattung seien höher als in der Kalkulation. „Die Marktpreise sind gestiegen.“ Wie hoch die Mehrkosten sind, ist noch unklar. Neben den Elefanten werden auch die Rothirsche bald ihr neues Gehege beziehen. Die Anlage ist fertig, der Umzug erfolgt, wenn der Umbau der Elefanten-Außenanlage beginnt. „Wir haben aus dem alten Futterhaus eine überdachte Besucherplattform gemacht, die ab Frühjahr ihre Dienste aufnimmt“, sagt Kauffels.

Neu ist auch die Wildtier-Auffangstation, die in Kooperation mit dem Kreis betrieben wird. Es gibt fünf Ställe für Tiere, die kurzfristig untergebracht werden müssen.

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