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Besonders hohe Grundsteuer

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Bund der Steuerzahler beklagt höhere Belastung für die Bürger / Bad Homburg ist für das Gewerbe am teuersten

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen hat die aktuelle Steuerpolitik der Städte und Gemeinden im Hochtaunuskreis aufbereitet. „Unser Vergleich aller Steuersätze zeigt, dass in diesem Jahr 61 Prozent der Kreiskommunen zu Steuererhöhungen gegriffen haben. Das sind noch einmal mehr als im vergangenen Jahr“, sagt Joachim Papendick, Vorsitzender des hessischen Steuerzahlerbunds.

Acht von 13 kreisangehörigen Städten und Gemeinden erhöhten in diesem Jahr nach Angaben des BdSt mindestens eine kommunale Steuer. Zwar sei erfreulich, dass außer Neu-Anspach alle Kommunen des Landkreises einen ausgeglichenen Haushalt verabschiedet haben, doch der Preis für die Steuerzahler sei enorm. So liegt der Kreisdurchschnittswert der Grundsteuer B laut der Untersuchung des BdSt Hessen an vierthöchster Stelle im gesamten Regierungsbezirk Darmstadt.

Wie schon in den vergangenen Jahren verlangt Bad Homburg mit 385 Prozent den höchsten Gewerbesteuerhebesatz, dicht gefolgt von Glashütten (plus 35 Punkte), Königstein und Oberursel (plus 20 Punkte), wo jeweils 380 Prozent aufgerufen werden. Dagegen werden die Gewerbesteuerzahler in Grävenwiesbach mit 330 Prozent am wenigsten belastet. In diesem Jahr drehten außerdem Friedrichsdorf, Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim an der Gewerbesteuerschraube. Dies ist nach Einschätzung des BdSt Hessen auch auf die vom Land beschlossenen Änderungen beim Kommunalen Finanzausgleich zurückzuführen, die landesweit zu Steuererhöhungen führte.

Die Grundsteuer B steigerten fünf Kommunen. Die höchste zusätzliche Belastung müssen die Steuerpflichtigen in Oberursel verkraften, wo der Hebesatz gleich um 145 Punkte auf nunmehr 595 Prozent heraufgesetzt wurde. Damit erobert Oberursel den unrühmlichen Spitzenplatz im Kreis. Den zweithöchsten Hebesatz verlangt die Schutzschirmkommune Steinbach, wo die Belastung seit 2011 kontinuierlich um insgesamt 250 Punkte erhöht wurde und inzwischen bei stolzen 570 Prozent liegt. Dahinter folgen mit je 540 Prozent Königstein und Neu-Anspach. Am wenigsten werden die Steuerpflichtigen hingegen in Bad Homburg belastet, wo der Hebesatz 345 Prozent beträgt.

Bei den Bagatellsteuern gab es nur bei den Hundesteuern Veränderungen. So müssen die Hundehalter in Neu-Anspach und Usingen etwas höhere Steuern entrichten. Außerdem führten Grävenwiesbach und Neu-Anspach eine Kampfhundesteuer ein. fr

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