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Bekannte Neulinge

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Bobbi Althaus (64) ist einer der bekanntesten Steinbacher – und  Neuling in der FDP-Fraktion.
Bobbi Althaus (64) ist einer der bekanntesten Steinbacher – und Neuling in der FDP-Fraktion. © FDP

Steinbach ist die letzte Hochburg der FDP. Die Liberalen haben in der 10 000-Seelen-Stadt bei der Kommunalwahl am Sonntag sogar zugelegt. Sie gewannen 12,3 Prozentpunkte hinzu.

Von Klaus Nissen

Die Fraktion im Stadtparlament wuchs um vier auf sieben Sitze. Das reicht, um gemeinsam mit der CDU in den nächsten fünf Jahren die Geschicke der Stadt zu lenken.

Auch die Grünen gewannen die Kommunalwahl: Sie verbesserten sich von vier auf sieben Mandate. Grüne wie FDP hatten bekannte Leute auf ihre Kandidatenlisten gesetzt – die von den Steinbachern prompt gewählt wurden. Etwa Bobbi Althaus, der zum ersten Mal für die FDP kandidierte und prompt die meisten Stimmen bekam. Der umgängliche Mann betreibt seit vielen Jahren ein Schreibwarengeschäft an der Bahnstraße, engagiert sich bei den Fußballern und ist treibende Kraft beim Gewerbeverein. Neu in der FDP-Fraktion sind auch Christine Lenz und die Eltern des Bürgermeisters: Ingeborg und Kurt Naas.

Ihr Sohn Stefan ist der einzige FDP-Bürgermeister in ganz Hessen. Der 37-Jährige hatte sich im Sommer 2009 in der Direktwahl gegen den CDU-Konkurrenten Michael Dill durchgesetzt. „Er macht seine Sache gut“, bescheinigt die Grüne Hadmut Lindenblatt dem Bürgermeister. „Er gibt sich Mühe, alle Parteien einzubinden.“

Die Grünen senden ebenfalls bekannte Leute ins Parlament. Bei der ersten Sitzung am 28. April wird der Landwirt Gerhard Heinrich, der Lehrer Klaus Deitenbeck, das Arzt-Ehepaar Gabriele Grabiger und Christian Albrecht in der Grünen-Fraktion sitzen.

Die CDU ist mit neun Stadtverordneten zwar noch die stärkste Fraktion – aber sie hat sechs Mandate verloren. Fraktionschef Michael Dill signalisierte, er wolle weiter mit der FDP zusammenarbeiten. Die SPD verlor 3,2 Prozentpunkte und stellt mit acht Stadtverordneten einen weniger als bisher. Die SPD wolle der FDP Angebote zur Zusammenarbeit machen, verlautete SPD-Chef Jürgen Galinski.

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