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Beirat gegen Windkraft

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Die „Naturschutz-Initiative“ will den Taunuskamm vor Windkraftanlagen bewahren. Windkraft und Naturschutz seien nicht vereinbar.

Die „Naturschutz-Initiative“ hat ihren Fachbeirat Hessen-Taunus vorgestellt. Der Umweltverband hatte sich 2013 formiert und will mit dem vierköpfigen Gremium entschieden gegen einen weiteren Windkraftausbau auf dem Taunuskamm vorgehen. Andrea Götz, Jürgen Milsmann, James Howell und Jürgen Kratz sind fortan ortsansässige Mitglieder des Beirats. „Windkraft und Naturschutz sind nicht vereinbar“, sagt der Gründer und Bundesvorsitzende der Initiative Harry Neumann. Untragbare Risiken bestünden für die Artenvielfalt, insbesondere für Vögel und Fledermäuse. Außerdem gefährdeten Windkraftanlagen im Wald die Wasserqualität. Bestehende Richtlinien zum Naturschutz würden ständig umgangen oder ausgehöhlt.

Eng verbunden ist die Naturschutz-Initiative im Taunus unter anderem mit der Bürgerbewegung N.O.W., die sich im Hochtaunus gegen Windkraftanlagen stark macht. Die 2013 gegründete Initiative geht juristisch gegen Projekte in den Wäldern rund um Neu-Anspach vor.

Harry Neumann von der Naturschutz-Initiative war Ende 2014 als BUND-Landeschef in Rheinland-Pfalz zurückgetreten. Dem BUND hatte Neumann den Rücken gekehrt, weil dieser in seinen Augen „die Umwandlung von Landschaften und Wäldern in Energieindustriegebiete rechtfertigt“. Auf Betreiben der rheinland-pfälzischen Landesregierung waren seit 2011 im größeren Stil Windkraftgebiete ausgewiesen und entsprechende Anlagen errichtet worden.

Die Naturschutz-Initiative ist bisher in fünf Bundesländern, vorwiegend im Süden Deutschlands, aktiv. Ihr gehören nach eigenen Angaben 7000 Mitglieder an.

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