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Beamtin sitzt in Haft

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Eine Kreisbedienstete soll rund eine halbe Million Euro veruntreut haben. Jetzt sitzt die 46-Jährige, die bereits im Vorjahr wegen anderer Betrugsdelikt zu einer Geldstrafe veurteilt wurde, in Untersuchungshaft.

Bad Homburg. Nachdem sie einige Tage abgetaucht war, hat sich eine 46-jährige Kreisbedienstete der Staatsanwaltschaft gestellt. Sie sitzt wegen Verdunklungsgefahr seit Kurzem in Untersuchungshaft, sagte Doris Möller-Scheu von der Staatsanwaltschaft Frankfurt.

Die Beamtin war von der Post an den Kreis ausgeliehen worden. Im Landratsamt war sie zuständig für die Vergabe von Eingliederungsleistungen für Arbeitslose. Ende März rief die Kreisverwaltung die Polizei, weil mindestens 480.000 Euro von der 46-Jährigen veruntreut worden sein sollen. Ihr Ehemann, der mit seiner Firma Seminare für Arbeitslose veranstaltete, wurde festgenommen, die gemeinsame Wohnung im Hochtaunus durchsucht. Die Staatsanwaltschaft prüft zurzeit, ob die abgerechneten Seminare tatsächlich stattfanden. Schon 2009 wurde die 46-Jährige wegen anderer Betrugsdelikte zu 90 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt.

Der SPD-Kreistagsfraktionschef Manfred Gönsch nannte es gestern "erschreckend, wie einfach es offenbar auch für neu eingestellte Mitarbeiter gewesen ist, immense öffentliche Gelder in so kurzer Zeit auf Privatkonten umzuleiten." Dezernent Wolfgang Müsse (FDP) soll auf Wunsch der SPD am 10. Mai vor dem Kreistag erläutern, wie er solchen Betrug künftig verhindern will. (nes)

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