1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

Ein Bahnhof für die Zukunft

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christina Franzisket

Kommentare

Mit dem Sprenggut soll bis Ende August 2013 der alte Tunnel gefüllt werden. Dann erst wird der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet.
Mit dem Sprenggut soll bis Ende August 2013 der alte Tunnel gefüllt werden. Dann erst wird der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet. © M. Weis

Der Vorplatz der Station Eppstein bekommt Kurzzeitparkplätze und ein Kunstwerk zum Sitzen. Die Stadt will damit sich für den Tourismus attraktiver machen.

Der Bahnhof in Eppstein soll der Schönste in Deutschland werden. RMV-Geschäftsführer Klaus-Peter Güttler und der Erste Stadtrat Alexander Simon (CDU) spekulieren schon auf eine Auszeichnung. Noch in diesem Jahr soll mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes begonnen werden. Schon seit 2005 werden Pläne für den Eppsteiner Bahnhof geschmiedet. 2007 wurde der Planfeststellungsbeschluss erteilt und das Empfangsgebäude saniert. Seitdem beherbergt es Bürgerbüro und das Restaurant Wunderbar. Eine neue Brücke für Fußgänger wurde im Oktober 2009 eingeweiht.

Seit einiger Zeit baut die Deutsche Bahn AG in Eppstein an einem neuen Tunnel. An Ostern sollen die Gleise in den Tunnel verlegt werden, anschließend kann er in Betrieb genommen werden. Im Zuge dieser Bauarbeiten will die Stadt im August mit der Umgestaltung des Vorplatzes beginnen. Zunächst aber wurde für dieses Areal der ursprüngliche Plan erneuert. „Er entsprach nicht mehr den modernen Anforderungen“, so Stadtrat Simon.

Direktzufahrt für Busse

Nach dem neuen Plan soll es auf dem Vorplatz nicht nur sechs, sondern 29 Pkw-Stellplätze geben, außerdem eine Elektrotankstelle für Autos. Fahrradboxen, ausgerüstet mit Ladestationen für E-Bikes , sowie Stellplätze für Motorräder sind geplant: „Wir rüsten den Bahnhof jetzt schon für die nächsten Jahrzehnte“, so Simon. Busse werden künftig direkt an den Bahnhof heranfahren können und eine elektronische Anzeigentafel informiert über Abfahrts- und Ankunftszeiten. Auf acht Kurzzeit-Parkplätzen, sogenannte „Kiss and Ride“-Plätze, kann angehalten werden, um Personen abzusetzen oder abzuholen.

Neben dem praktischen Nutzen des Bahnhofs stand laut Simon die Gestaltung im Mittelpunkt: „Wir haben die Historie der Stadt aufgenommen.“ Ein Weg wird den ursprünglichen Verlauf der Schienen, die für den neuen Tunnel verlegt werden müssen, nachzeichnen. 18 Winterlinden säumen den Weg: „Es soll eine Allee werden, die in Richtung des alten Tunnels führt“, sagt Simon.

Arbeiten bis Frühjahr 2014

Das Einfahrtsportal des alten Tunnels soll optisch erhalten werden. Der Tunnel selbst soll bis Ende August mit dem Sprenggut aus dem neuen Tunnel, das zur Zeit hinter dem Bahnhofgelände aufgetürmt ist, gefüllt werden. „Ein Teil soll offen bleiben und Lebensraum für Fledermäuse bieten“, sagt Bürgermeister Peter Reus (parteilos). Um den Vorplatz zu beleben, hat sich das Planungsbüro etwas besonderes ausgedacht: Große Buchstaben „EPP5“, die für Eppstein und seine fünf Stadtteile stehen, sollen inmitten einer Grünfläche Blickfang sein und eine Sitzmöglichkeit bieten.

Eppsteins Bahnhof wird laut Reus täglich von rund 1600 Menschen frequentiert: „Wir hoffen, dass unser Bahnhof durch den Umbau mehr Reisegäste anlockt und überörtlich an Bedeutung gewinnt“, so Simon.

Die Bauarbeiten für den Bahnhofsvorplatz sollen bis zum Frühjahr 2014 abgeschlossen sein. Als Parkmöglichkeit während der Arbeiten soll der Platz dienen, auf dem jetzt noch das Sprengmaterial liegt. Die Befestigung dieses Areals, das ein Parkplatz bleiben soll, sei erst für 2015 oder 2016 geplant.

Auch interessant

Kommentare