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Zylinder bleiben

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Von: Fabian Böker

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Eigentlich sollte das Leitsystem abgtebaut werden. Nun wird es geduldet. Zulässig ist es immer noch nicht.

In der Diskussion um blau-weiße Leitzylinder an Fußgängerüberwegen hat das hessische Verkehrsministerium nun eine Entscheidung getroffen. Die Zylinder, die die Überwege in der Dämmerung für Autofahrer sichtbarer machen sollen, sind nicht zulässig. Trotzdem dürfen sie bleiben.

Im September hatte Landtagsabgeordnete Elke Barth (SPD) dem hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) geschrieben. Grund war eine damalige Anordnung des hessischen Wirtschaftsministeriums, die Leitzylinder abzubauen. Für Barth eine „völlig unsinnige und absurde Entscheidung“.

Als Reaktion auf den Brief hatte das Regierungspräsidium die Weisung zum Abbau zunächst ausgesetzt. Daraufhin brachte Al-Wazir das Thema im zuständigen Bund-/Länder-Fachausschuss StVO ein. Dabei habe sich, wie Elke Barth nun mitteilte, nur Nordrhein-Westfalen für die Ausstattung der Fußgängerüberwege mit den blauweißen Leitzylindern ausgesprochen.

Alle anderen Länder seien der Meinung, dass es bereits hinreichend andere Möglichkeiten gebe, um Fußgängerüberwege verkehrssicher zu gestalten. Die Zylinder seien daher, heiße es in einem Brief des Verkehrsministers, „entbehrlich und grundsätzlich unzulässig“.

Dennoch werde seitens Al-Wazirs „eine Duldung“ für die Zylinder erteilt, womit dem Anliegen Barths „Rechnung tragen werde“. Eine Einschränkung gibt es: Es dürfen keine neuen Markierungen mehr angebracht werden. 

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