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Zwischen Sanierung und Abriss

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Von: Harald Konopatzki

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Bad Homburg Zukunft des Kurhauses bleibt weiterhin ungewiss

Unabhängig davon, wie am Ende entschieden wird, ob das alte Bad Homburger Kurhaus saniert oder es einem Neubau weichen wird: Bis die Handwerker anrücken, wird es dauern. Ursprünglich war im Rathaus und von der CDU-SPD-Koalition ins Auge gefasst worden, die Homburger bei einem Bürgerentscheid – möglicherweise parallel zur Bundestagswahl – über die Zukunft des Kurhauses entscheiden zu lassen.

Daraus wird aus doppeltem Grund nichts. Zum einen, weil es keine geeignete Ja/Nein-Frage zum Abstimmen gibt – etwas anderes lässt die HGO nicht zu -, zum anderen, weil sich die zeitlichen Dimensionen geändert haben. So war es auch auf der Internetseite www.kurhaus-bad-homburg.de zuletzt ruhig geworden, der letzte Eintrag stammt vom 14. Juni, als das Preisgericht tagte und mit Blick auf die Neubauvorschläge entschied: „Trotz vielfältiger spannender Ideen besteht bei den Beiträgen mit Blick auf die Anforderungen Prüfungs- und Vertiefungsbedarf.“ Heißt: nachbessern.

Das passiert derzeit. „Für Ende Oktober ist eine Ausstellung und Publikation der Ideen für einen modernen Neubau beziehungsweise einen mit historisierender Fassade geplant. Dann werden diese öffentlich vorgestellt“, sagt Stadtsprecher Marc Kolbe. Nicht nur von der Politik mit Spannung erwartet wird das bereits im Oktober 2020 in Auftrag gegebene Sanierungsgutachten („Ein Ergebnis ist im Frühjahr 2021 zu erwarten“, sagt die Kurhaus-Website).

Das liege noch nicht vor, „wir warten darauf“, so Kolbe. Doch auch wenn es vorliege und intern ausgewertet sei, sei eine zeitnahe Veröffentlichung kein Automatismus. „Wir wollen eine Vergleichbarkeit der drei Modelle haben, deswegen sollen sie zeitgleich und gleichberechtigt vorgelegt werden“, sagt Kolbe.

Also Ende Oktober? Eher nicht, denn die dann präsentierten Entwürfe seien ja nur Ideen. Bis daraus kalkulatorisch belastbare Entwürfe werden, kann es dauern.

Fest stehe aber auch weiterhin, dass es eine breite Bürgerbeteiligung geben solle. „Stadt und Kur wollen ein möglichst dezidiertes Meinungsbild einholen“, verspricht Kolbe. Eine Möglichkeit, die diskutiert werde, sei es, alle Bürger:innen im Alter von über 16 Jahren anzuschreiben.

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