Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schulsport zahlt sich aus, auch auf den übrigen Unterricht in der Schule, stellen Experten fest.
+
Schulsport zahlt sich aus, auch auf den übrigen Unterricht in der Schule, stellen Experten fest.

Bad Homburg

Zusatzsport zahlt sich aus

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
    schließen

Die Friedrich-Ebert-Grundschule verschafft ihren Kindern seit 25 Jahren mehr Bewegung als vorgesehen - und macht damit gute Erfahrungen.

Über fehlende Bewegung müssen sich die 355 Mädchen und Jungen an der Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg-Gonzenheim nicht beklagen. Jeden Tag steht für alle von ihnen eine Stunde Sport auf dem Stundenplan – und das seit nunmehr 25 Jahren.

Begonnen hat das Ganze 1993 mit einem Projekt des Instituts für Sportwissenschaften der Frankfurter Universität. Die Forscher wollten herausfinden, welchen Effekt der zusätzliche Sportunterricht auf die motorischen Fähigkeiten, aber auch die schulischen Leistungen der Grundschüler hat.

Wenig überraschend stellten sie eine höhere Ausdauer und eine verbesserte Koordination fest. Aber auch Konzentrationsfähigkeit und Sozialverhalten hätten sich verbessert, berichtete der frühere Schulleiter Klaus Bethge. Ein Leistungsabfall in den anderen Fächern sei hingegen nicht festzustellen gewesen.

„Wir haben gute Erfahrungen gemacht“, fasst Bethges Nachfolgerin Charlotte Göttler-Freund zusammen. Das sei der Grund gewesen, dass die Schulkonferenz nach dem Abschluss des Uni-Projekts beschlossen hat, den zusätzlichen Sportunterricht fortzuführen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Allerdings muss die Friedrich-Ebert-Schule gewaltig improvisieren, um die zusätzlichen Sportstunden in die Stundentafel einzubauen. „Eine vermehrte Stundenzuweisung hat es nicht gegeben“, schildert Göttle-Freund. Deshalb müssen andere Fächer Stunden abknapsen; so findet der Musikunterricht gelegentlich in der Sporthalle statt – als Einheit zum Thema Tanz.

Um das Ganze organisatorisch hinzubekommen, sei es zudem notwendig, dass die Lehrer bereit seien, im Team zu arbeiten, erklärt Schulleiterin Göttler-Freund. Der Sportunterricht wird an der Bad Homburger Grundschule jahrgangs- und klassenübergreifend erteilt. In der zur Verfügung stehenden Zwei-Feld-Halle tummeln sich in der Regel zwei bis drei Klassen gleichzeitig, die von ebenso vielen Lehrkräften betreut werden.

Dabei stehe der Leistungsaspekt im Hintergrund, betont Göttler-Freund. „Wir haben uns nie als Sport-Kaderschmiede verstanden.“ Zentral sei hingegen die Gesundheitsförderung. Durch den zusätzlichen Sportunterricht gelinge es, die Bewegungsdefizite, die viele Kinder heute haben, aufzufangen. Das habe auch einen Sicherheitsaspekt: Die verbesserte Motorik sorge dafür, dass sich die Schüler sicherer im Straßenverkehr bewegen könnten, etwa wenn sie mit dem Fahrrad zur Schule kommen.

Eine solche Ausweitung des Sportunterrichts sei sicher nicht an jeder Schule zu machen, räumt Charlotte Göttler-Freund ein. Ein großer Vorteil der Friedrich-Ebert-Schule seien die kurzen Wege – die Sporthalle befindet sich direkt am Schulgelände.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare