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Prachtvolle Häuser: die Kaiser-Friedrich-Promenade in Bad Homburg.

Bad Homburg

Weiter Autos in der Promenade

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Die Grünen scheitern mit ihrem Vorstoß, Radlern in der Prachtstraße in Bad Homburg Vorfahrt zu gewähren. Der Oberbürgermeister kündigt eine einjährige Untersuchung an.

Vorfahrt für Radfahrer – das wünschen sich die Bad Homburger Grünen für die Kaiser-Friedrich-Promenade. Gerne würden sie die Prachtstraße der Kurstadt zur Fahrradstraße erklären und zwischen Kisseleffstraße und Seedammweg komplett für den Durchgangsverkehr sperren. Allerdings konnten sie ihre Vorstellung am Donnerstag im Stadtparlament genauso wenig durchsetzen wie die Bürgerliste Bad Homburg (BLB), die die Promenade wenigstens zur Einbahnstraße umwidmen will.

Seit fünf Jahren werde darüber gesprochen, wie die Straße, die am Kurpark entlangführt, für Fahrradfahrer attraktiver werden könne, monierte der BLB-Stadtverordnete Manfred Heckelmann. „Ich will langsam mal Taten sehen.“

Dagegen warnte der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Stamm vor „Schnellschüssen“. Auch ihm gehe es darum, auf der Promenade mehr Raum für Radfahrer zu schaffen. Dafür sei jedoch erst einmal eine gründliche Untersuchung durch ein Ingenieurbüro nötig. Dabei gehe es auch um die Frage des Busverkehrs, ergänzte Roland Mittmann vom Koalitionspartner CDU. So könne eine Fahrradstraße dazu führen, dass die Busse ausgebremst werden.

Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) kündigte an, dass im Oktober „Feldversuche“ beginnen sollen, um die verschiedenen Optionen für die Promenade zu untersuchen. Er rechnet mit einer einjährigen Testphase. Dabei gehe es auch um die Frage der Luftqualität – und den damit verbundenen Kurstadt-Status. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts „Bad Homburg 2030“ hatten jüngst die Planer des Büros Albert Speer + Partner vorgeschlagen, die Kaiser-Friedrich-Promenade zur Fahrradstraße zu machen.

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